Alterungsprozess

 

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Bei unseren Hunden verläuft der Alterungsprozess meist schleichend, d.h. es sind zuerst nur kleine Defizite erkennbar, die im Laufe der Zeit immer deutlicher zu Tage treten.

 

Die Bewegungen werden meist langsamer, teilweise fällt das Aufstehen und oft auch das Laufen schwerer, die Gelenke schmerzen öfters. Entsprechende Medikamente bringen Linderung für den Bewegungsapparat. 

 

Der Hund liegt häufiger auf seinen Schlafplatz, die Schlafphasen werden länger und meist tiefer.

 

Der Hund beginnt, besonders  bei schlechtem Wetter, die Spaziergänge zu verweigern, oder  will möglichst schnell wieder umkehren. Die Aufenthalte im Garten werden meist weniger und  kürzer.

 

Auch die Augen und das Gehör beginnen nachzulassen. Es wird nicht mehr auf jedes Geräusch und auch nicht mehr auf jeden ungewohnten Anblick reagiert und man  muss nicht auf jeden Fall dorthin laufen, es genügt auch ein kurzes Bellen in die Richtung der Störung.  Achten Sie auch hier auf besondere Auffälligkeiten, unter Umständen kann der Hund ganz erblinden oder taub werden.

 

Das Futter wird nun meist wählerischer ausgesucht, oder sogar verweigert. Manche Hunde beginnen sich nun wieder füttern zu lassen, andere lassen immer wieder Mahlzeiten aus. Sofern ihr Hund nicht übermäßig dabei abnimmt,  ist dieses Verhalten kein Grund zur Sorge. Verweigert er aber über Tage hinweg jegliche Art von Futter, sollte unbedingt der Tierarzt zu Rate gezogen werden. Auch bei hartnäckigen Verdauungsbeschwerden wie Erbrechen und/oder Durchfall  über mehrere Tage, muss eine rasche Abklärung  durch den Veterinär erfolgen. Unter Umständen hilft  schon eine Fütterungsumstellung.

 

Die Blasenfunktion lässt häufig nach, der Hund beginnt unvermittelt zu harnen oder lässt Pfützen unter sich. Hier muss abgeklärt werden, ob es sich um eine vorübergehende Störung handelt, oder ob der Hund auf Dauer Windeln tragen muss.

 

Allen Auffälligkeiten muss nun noch mehr als bisher Aufmerksamkeit geschenkt werden, Tabletten und Medikamente müssen zuverlässig verabreicht werden, Tierarzttermine sind unbedingt einzuhalten.

 

Bei einem vernünftigen Umgang mit dem alternden Hund werden Hund und Halter noch lange Spass und Freude miteinander haben.

 

                                                                                                                                                             weiter zu Bewegung                   
 
 
 
 
© 2015 Silvia Gabler