Thema des Monats

  

 

Thema des Monats Januar 2017

!!! Schnee-Gastritis !!!

Da ich gerade so viel lese von diesen Symptomen bei euren Dackelchen, mache ich mal einen Post für euch alle, weil oft nicht daran gedacht wird! Wenn der erste Schnee gefallen ist und die weiße Pracht die Landschaft bedeckt, freuen sich nicht nur viele Menschen. Auch Hunden macht es noch mehr Spaß, draußen herumzutoben. Viele Hunde nehmen allerdings immer wieder Schneebrocken auf, während sie ausgelassen spielen. Manche schlagen sich sogar wortwörtlich den Bauch mit Schnee voll. Ist Schneefressen wirklich schädlich für Hunde?

Hunde reagieren ganz unterschiedlich auf die Schneeaufnahme. Einige haben selbst bei größeren Mengen Schnee keine Probleme, andere zeigen sehr schnell Symptome der sogenannten Schnee-Gastritis. Hierbei handelt es sich um eine akute Magenschleimhaut-Entzündung, die der aufgenommene Schnee verursachen kann. Die Kälte und besonders verunreinigter Schnee reizen die Schleimhäute des Hundes und rufen eventuell einige der typischen Symptome einer Schnee-Gastritis hervor:

Gurgeln im Magen/Darm
Bauchschmerzen (angespannte Bauchdecke, 
aufgekrümmter Rücken)
Durchfall (in schweren Fällen blutiger Durchfall)
Speicheln
Würgen
Erbrechen
Husten
Fieber

 

Streusalz und Split sind für Hunde gefährlich

Eine Schnee-Gastritis ist oft nicht die Folge von Schnee, sondern von den Verunreinigungen durch Streusalz, Split und Schmutz – deshalb spricht man auch manchmal von einer Schnee-Streusalz-Gastritis. Gerade das Streusalz reizt die Magenschleimhaut des Tieres und kann in einigen Fällen zusätzlich Frostschutzmittel enthalten. Frostschutzmittel ist nicht nur giftig für die Hunde, sondern regt durch den besonderen Geruch und Geschmack dazu an, noch mehr Schnee zu fressen.Wie kann ich Schneefressen bei meinem Hund verhindern?

Oft wissen Herrchen und Frauchen schon, wie ihr Hund auf Schneegenuss reagiert. Oft ist ein bisschen Schnee kein Problem, wenn er nicht verunreinigt ist. Im Magen angekommen, hat der geschmolzene Schnee meist schon Körpertemperatur. Empfindliche Tiere sollten aber vom Schneefressen abgehalten und erst gar nicht dazu animiert werden. Das heißt vor allem: keine Schneebälle werfen oder andere Fang- und Suchspiele im Schnee. Hierbei nehmen die Hunde immer wieder Schneebrocken auf. Wenn es nicht anders möglich ist, sollten extrem schneehungrige Tiere im Winter einen Maulkorb tragen.

Was kann ich bei Schnee-Gastritis für meinen Hund tun?

Bei einer leichten Schnee-Gastritis hilft oft die bewährte Magen-Darm-Diät über ein paar Tage mit gekochtem Reis, Hüttenkäse und etwas Hühnerfleisch. So kann sich der Magen-Darm-Trakt des Hundes wieder beruhigen. Achten Sie darauf, dass das Trinkwasser möglichst Zimmertemperatur hat und geben Sie dem Tier keine Medikamente, die Ihnen der Tierarzt nicht ausdrücklich für diesen Fall gegeben hat. Sollten die Symptome sich nicht bessern oder sogar verschlimmern, ist ein Besuch beim Tierarzt sehr ratsam.

 

 

Obiger Artikel wurde mir freundlicherweise von Anya Kussnereit und ihrem Dackel Paul von Pingelputz zur Verfügung gestellt

 

 

https://www.facebook.com/Paulebutz/ und

https://www.facebook.com/anja.kussnereit

 

Thema des Monats März 2016

Gefahren im Haus für Hund und Katz'  

 

Giftige Pflanzen

Viele beliebte Zimmerpflanzen sind eine Gefahr für die Gesundheit von Hunden.  Wer seinen Hund schon mal beim Gassi gehen beobachtet hat, wird bemerkt haben, dass er gerne auch einmal Pflanzen frisst oder zumindest ins Maul nimmt. Eine falsche Pflanze in der Wohnung oder im  Garten  kann ihm daher gefährlich werden.

Zu den gefährlichen Pflanzen zählen z.B. Tulpen, Geranien, Maiglöckchen, Gummibäume, Efeu, Engelstrompeten und Oleander. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte auf  diese und andere gefährliche Pflanzen  in Wohnung oder Garten lieber ganz  verzichten. Sollte es trotzdem einmal zu einer Vergiftung kommen, kontaktiert  man sofort  den Tierarzt.

Allerdings finde ich persönlich, dass die Gefahr, dass der Hund diese Pflanzen anfrisst, doch in den meisten Fällen zu hoch eingeschätzt wird. Ich habe nämlich fast alle Pflanzen aus obiger Liste, und musste in den  über dreißig Jahren  Hunde-und Katzenhaltung noch nie deswegen den Tierarzt konsultieren.  Die meisten  Hunde meiden von sich aus Pflanzen, die ihnen nicht gut tun.

 

Nahrungsmittel

Leider wissen viele nicht, dass sich unter den Nahrungsmitteln auch solche befinden, die eine ernsthafte Gefahr für die bellenden Vierbeiner darstellen können. So sind z.B.  Advocados, rohe Kartoffeln, Zwiebeln und auch Knoblauch im Übermaß giftig für den Hund. Auch Tomaten  können zu Vergiftungserscheinungen führen.

An Spirituosen, wie Schnaps, Wein, Rum und Bier  sollte ihr Hund nicht herankommen, also auch nicht an Schnapspralinen. Hier ist besonders in der  Weihnachtszeit größte Vorsicht geboten.

 

Schokolade und Süßigkeiten

Eigentlich sollte inzwischen  allgemein  bekannt sein, dass Schokolade  gesundheitsschädlich für Hunde ist. Schokolade enthält Theobromin, einen Inhaltsstoff, der giftig für Hunde ist. Bereits kleine Mengen dieser Süßigkeit können zu Vergiftungserscheinungen führen. Auch jegliche andere Süßigkeiten sollten bei der Hundehaltung so aufbewahrt werden,  dass der  Vierbeiner sie nicht erreichen kann. Bonbons gehören auch dazu, da sie zu Erstickungsanfällen führen können. Auch hier ist besonders zu Weihnachten und zu Ostern größte Vorsicht angesagt.

Meine Hunde haben  allerdings schon einmal  Schokoladentafeln  und andere Süßigkeiten stibitzt, ohne dass ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden bei ihnen entstand. Allerdings sind sie mit circa 25 kg auch nicht so leicht zu beeinträchtigen,  wie kleine Hunde.

 

Medikamente, Putzmittel und Chemikalien

Selbstverständlich  sollte es für alle Hundebesitzer  sein, dass Medikamente, Putzmittel, Frostschutz oder Insektengift nicht offen zugänglich für den Hund sind.  Besonders neugierige Vierbeiner  schaffen  es auch,  Schränke zu öffnen, die sie  erreichen können, also ist auch dort, besonders bei größeren Exemplaren, Vorsicht geboten. Oft genügt bereits das Einatmen der Gase oder eine kleine Menge  der Flüssigkeit, um  Vergiftungen hervorzurufen.  Die genannten Substanzen sollten daher  nur außer Reichweite der Vierbeiner, und am besten fest verschlossen aufbewahrt werden.

 

Alltägliche Gegenstände

Hunde erkunden ihr Umfeld  meist ganz genau und untersuchen alles, was für sie erreichbar ist. Herumliegende Nadeln, Reißzwecken, Wolle, Knöpfe, aber auch Zigaretten oder alle anderen Gegenstände, die nicht für das Hundemaul bestimmt sind, können für die Vierbeiner gefährlich werden. Bei der Hundehaltung sollte man daher immer aufpassen, dass man keine gefährlichen Gegenstände herumliegen lässt. Bei Verschlucken kann es schnell zu inneren Verletzungen oder Erstickungen kommen. Auch Plastiktüten sind ein interessantes Spielzeug für den Hund, können aber ebenfalls zu Erstickung führen, wenn die Vierbeiner sich darin verfangen und sich nicht wieder befreien können. Zigaretten sind durch ihren  Nikotingehalt ebenfalls giftig für die Vierbeiner und sollten daher nie in Reichweite der Tiere aufbewahrt werden.

 

Stromkabel

In  ihrem Entdeckungsdrang neigen vor allen Dingen Hunde häufig alles an, was sie finden können. Leider  zählen auch  Stromkabel dazu. Wer Hunde oder andere Tiere hält,  sollte dafür sorgen, dass diese verkleidet sind oder verborgen werden. Beim Anknabbern der Kabel kann es zu Stromschlägen kommen und auch die damit verbundenen Geräte können beim Spielen mit dem Kabel umfallen und das Tier ernsthaft verletzen. Bei Stromschlägen oder verschlucken von Teilen eines Kabels , ist umgehend ein Tierarztbesuch von Nöten.

 

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Thema des Monats Februar 2016

Gassi gehen im Winter

Im Winter  wird es nicht nur den Menschen, sondern auch vielen Hunden kalt. Vor allem Tiere, die nicht mehr so fit sind, sei es aus Alters- und/oder gesundheitlichen Gründen, können sich im Garten oder während den Spaziergängen draußen empfindlich erkälten.

Für gesunde Hunde ist Kälte  normalerweise kein Problem. Das Fell als ganz  natürlicher Wärmeschutz ist mehr als ausreichend.  Allerdings gibt es  Ausnahmen, nämlich  Hunde, deren Fell zu wenig wärmende Unterwolle hat, frieren, besonders bei Minusgraden oft heftig. Das sind unter anderem verschiedene Windhunderassen, Nackthunde und deren Varietäten, sowie Hunde, die sich, aufgrund ihres Körperbaus,  ziemlich nahe am kalten  Boden befinden.

Passende Mäntelchen, Pullover oder sogar Winterschuhe für die Pfoten sollten hier eine Lösung sein. Der Mantel oder der Pullover hält ihren  Hund warm, die Pfotenschuhe oder auch Söckchen mit Beschichtung  bieten einen guten Schutz  vor Streusalz.  Besonders, wenn die Ballen bereits  verletzt sind, sind diese zu empfehlen.  Allerdings ist nicht jeder Vierbeiner dafür zu begeistern. Auf jeden Fall  sind diese zuhause sofort zu entfernen und  gründlich zu säubern.  Jede Art von Bekleidung  für den Hund sollte in erster Linie funktionstüchtig, leicht an- und auszuziehen  sein, das Aussehen ist dabei absolut zweitrangig.

Wer die Pfoten vor Nässe und Kälte schützen möchte, kann das auch durch entsprechendes Ausscheren dieser und durch eincremen mit Balisto-Öl, Melkfett oder speziellen Salben und Ölen erreichen.  Sollte der Hund doch einmal zu hinken beginnen, haben sich mit großer Wahrscheinlichkeit  größere Eisbrocken in den Zehenzwischenräumen festgesetzt. Nach Entfernung dieser läuft ihr Hund in der Regel wieder normal. Ein Bad nach dem Spaziergang für die strapazierten  Pfoten, um Streusalz und Split oder auch Eis zuverlässig zu entfernen, empfiehlt sich in jedem Fall.

Auch im  Winter  gehen die meisten Hunde gerne an die frische Luft, sie möchten, wie gewohnt, spielen und toben. Obwohl Spaziergänge im Winter meist  besonders interessant  sind, sollten Besitzer samt Hund bei kalten Temperaturen lieber mehrere kurze Runden drehen, als eine Stunde oder mehr mit ihm  draußen zu verbringen. Alte und/oder  kranke oder junge Tiere sollten  Minustemperaturen  nicht zu lange ausgesetzt werden.

Doch nicht nur die Kälte schadet den Vierbeinern im Winter. Auch der Schnee kann ihnen gefährlich werden. Dieser ist nicht nur kalt, sondern oft auch von Schadstoffen wie Streusalz und Split verunreinigt. Wird der verunreinigte Schnee  vom Hund aufgenommen, können Durchfall, Erbrechen, ja sogar Magen- und Darmentzündungen die Folge sein, als Besitzer muss man  deshalb immer ein wachsames Auge auf den/die Hund(e) haben.

Damit sich das Tier bei den Spaziergängen nicht erkältet, hält man  seine(n) Hund(e) am besten ständig in Bewegung. Man bleibt deshalb nicht lange stehen, und lässt, wenn überhaupt, auch sein Tier nur kurz absitzen. Unterkühlungen kann der Halter verhältnismäßig rasch erkennen. Genauso wie frierende Menschen fangen die Tiere nämlich an zu zittern  und das über längere Zeit. Ihre Gliedmaßen kalt fühlen sich kalt an und die Körpertemperatur ist deutlich niedriger als üblich. Normal sind bei einem erwachsenen Hund zwischen 38 und 38,5 Grad, beim Welpen etwa 39,5 Grad. Liegt die Temperatur darunter, muss das Tier sofort ins Warme. Eine Wärmflasche, die  vorher in ein Handtuch gewickelt wurde, bringt die ausgekühlten Körperregionen wieder auf Temperatur. Hunde, die nicht wasserscheu sind, können auch lauwarm geduscht werden. Kräftiges Abrubbeln  bringt auch den Kreislauf wieder auf Touren.

Während Erkältungen gar nicht so selten sind, kommen Erfrierungen in  unseren Breiten relativ selten  vor. Die Gefahr besteht  vor allen Dingen, dann, wenn der Vierbeiner auf einen zugefrorenen See, oder in einer zugefrorenen,  tiefen  Pfütze  einbricht. Richtig zu reagieren, ist dann das A und O. Man sollte seinen Vierbeiner so schnell wie möglich aus dem eiskalten Wasser ziehen, ohne sich jedoch dabei selbst zu gefährden. Wer ein Seil zur Hand hat, kann  es sich um den Bauch binden und eine weitere Person bitten, ihn damit zu sichern. Nach der Rettung muss  der Hund abgetrocknet und das Fell, am besten mit einem  Handtuch, kräftig bearbeitet werden. Durch das Abtrocknen kommt in der Regel auch der Kreislauf wieder in Schwung. Wenn das Tier zu lange unter Wasser war, und nicht mehr atmet, sollte  man unbedingt versuchen, es   wieder zu beatmen. Wer vorher einen Erste Hilfe Kurs  für Hunde besucht hat, ist dabei klar im Vorteil.

Der anschließende Gang zum Tierarzt bleibt Hund und Halter nach so einem Vorfall nicht erspart. Dieser kann dann feststellen, ob der Vierbeiner das unfreiwllige Bad gut überstanden hat oder doch noch eine eingehendere  Behandlung benötigt.

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Thema der Monate Dezember 2015 / Januar 2016

Hilfe für den Hund am Silvestertag – oder:
Ist die Menschheit verrückt geworden?

„Alle Jahre wieder...“ kommt leider nicht nur das Christkind, sondern pünktlich eine Woche später auch die große Knallerei. Weihnachten gilt als stilles und besinnliches Fest, an dem es gar nicht ruhig genug sein kann, selbst unser altes deutsches Liedgut preist die „Stille Nacht, heilige Nacht...“ , aber nur sieben Tage später scheint die Menschheit regelmäßig verrückt zu werden. Es kann gar nicht laut und grell genug werden – ganz gleich, einen wie hohen Preis wir dafür zahlen.

Ebenfalls fragt sich alle Jahre wieder der gesunde Menschenverstand, wie es sein kann, dass angesichts (ver)hungernder Menschen und Tiere, einer kriselnden Weltwirtschaft und scheinbar nicht lösbarer Umweltprobleme, die uns irgendwann alle miteinander mit einem ganz großen Knall ins Jenseits befördern könnten, überhaupt ein Mensch so verrückt sein kann, Geld für Raketen, Böller und Tischfeuerwerk auszugeben?! Ja wissen die Leut` denn wirklich nichts Besseres damit anzufangen? Für die ganz Ideenlosen wüsste ich da ein paar Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die um jeden Cent dankbar wären. Auch das Frauenhaus, die Welthungerhilfe und Aktion Mensch hätten sicher einen besseren Verwendungszweck für die Milliarden, die da alljährlich in die Luft gepulvert werden.

Und nun möge mir bloß keiner mit der Tradition kommen! Ach, so vieles wird unter dem Deckmäntelchen der Tradition fortgeführt, so vieles, das man lieber bleiben lassen sollte: Der Stierkampf, die Treibjagd, Pferderennen oder auch die Unterdrückung der Frau, die nach wie vor in vielen Ländern dieser Erde zur guten (?) alten Tradition gehört. Na ja, manchmal ist die Tradition halt auch mehr alt als gut und gehört einfach abgeschafft. Es lohnt, darüber nachzudenken.

Als Tierhalterin habe ich mir die Knallerei schon als Jugendliche abgewöhnt. Zu sehr taten mir die Hunde (und Katzen!) leid, wenn sie sich zitternd unter der Eckbank verkrochen und tagelang nicht mehr aus dem Haus trauten. Ich dachte an die Wildtiere, die ebenfalls voller Angst und Schrecken flüchten und Schutz suchen vor einer nicht benennbaren und nicht verstehbaren Gefahr. In meiner Hundeschule mehren sich jetzt wieder die Anrufe der Verzweifelten, die fragen, ob ich Tipps hätte, wie man mit dem geliebten Vierbeiner die Jahreswende halbwegs schadlos übersteht. Immer wieder stellt man mir die Frage, ob ich mich da auskenne. Oh ja, da kenne ich mich sogar sehr gut aus, denn drei meiner sieben Hunde haben schreckliche Angst und zwei fürchten sich zumindest etwas. Mit den folgenden, jahrelang im Ernstfall erprobten Tipps kommen wir ganz gut über die Runden:

Die einfachste Lösung zuerst: Hauen Sie mit Ihrem Hund einfach für ein paar Tage ab. Buchen Sie eine einsame Berghütte irgendwo im Nirgendwo. Das müssen Sie allerdings rechtzeitig tun, denn einsame Berghütten gibt`s bei weitem nicht so viele wie genervte Hundehalter, die diese zur Jahreswende händeringend suchen. Reisen Sie schon ein paar Tage vor Sylvester ab und bleiben Sie auch etwas länger, denn wie wir alle wissen, beginnt die Knallerei schon Tage vor dem ganz großen Spektakel und zieht sich auch noch bis zum zweiten oder dritten Januar hin.

Wenn diese Lösung nicht möglich ist, wäre mein wichtigster Tipp, dass Sie Ihrem Hund so viel Ruhe wie möglich vermitteln und durch Idolfunktion vorleben, dass Ihnen der ganze Rummel gar nichts ausmacht. Für mich ist dies zugegeben der schwierigste Part, denn tatsächlich könnte ich jedem, der da draußen rumknallt, ebenfalls eine knallen – kleine Kinder, die noch nicht wissen, was sie tun, ausgenommen.

Durch die Stimmungsübertragung beeinflussen wir unsere Hunde ganz enorm, je gelassener Sie also sind, desto eher kann Ihr Hund sich zumindest etwas beruhigen. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass Ihr Hund keine Angst mehr hat, nur weil Sie keine haben, denn ganz so einfach läuft es nicht. Es ist etwa wie bei einem bevorstehenden Besuch beim Zahnarzt, der Ihnen große Angst macht: Ein Partner, der Ihnen Mut zuspricht und Gelassenheit ausstrahlt, hilft zumindest etwas – einer der glaubt, man brauche doch keine Angst haben, weil er/ sie ja schließlich auch keine Angst hat, hilft überhaupt nicht, sondern nervt einfach nur.

Tipp Nummer zwei steht in direktem Zusammenhang mit Tipp Nummer eins: Haben Sie Zeit für Ihren Hund, stehen Sie ihm durch Anwesenheit zur Verfügung und ermöglichen Sie ihm das Kontaktliegen, wenn er es wünscht. Hierbei müssen Sie aber sehr präzise arbeiten, damit es nicht zu einer so genannten unbewussten Bestätigung kommt. Keinesfalls heißt dies nämlich, dass Sie Ihren Hund auf den Arm nehmen, herumtragen oder auf den Schoß setzen sollen, während Sie ihn streicheln und in endlosen Litaneien bedauern, denn dieses Verhalten würde die Angst Ihres Hundes nur verstärken. Allerdings sollten Sie andererseits auch keinesfalls – wie von manchen Trainern empfohlen – Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat. Dieser Tipp, der die oben genannte „unbewusste Bestätigung“ verhindern soll, ist weit über das Ziel hinaus geschossen, denn wenn Sie Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat, was vermitteln Sie ihm dann?! Dass Ihnen seine Angst vollständig egal ist und er sich an jemand anderen wenden muss, wenn er Unterstützung und Schutz braucht – und das ist für eine gute Bindung und ein angestrebtes Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halter das reinste Gift! Deshalb haben wir seit Jahren ein Ritual eingeführt, das bestens funktioniert:

Unser Wohnzimmer wird zu einer Liegelandschaft umgebaut. Zugegeben, bei nur einem Hund oder zweien ist das nicht nötig, es reicht ein bequemes Sofa, aber wir haben ja sieben... Einer von uns hält sich die meiste Zeit über auf der „Liegewiese“ auf, meistens lesen wir oder telefonieren mit Freunden. Die Hunde kommen ganz von selbst und suchen den Körperkontakt, wenn die Knallerei losgeht. Sie legen sich mit hin, dürfen sich ankuscheln und unsere Nähe spüren. Einem von ihnen hilft es besonders, wenn wir ihn mit einer Decke so zudecken, dass nur noch sein Kopf rausschaut – er fühlt sich so eingehöhlt sicherer. Wenn die, die besonders große Angst haben, anfangen zu hecheln oder uns anzupföteln, reagieren wir darauf nur geringfügig und sagen einfach nur kurz „Ist schon o.k.“ oder Ähnliches und strahlen weiterhin heitere Gelassenheit aus. Um diese Stimmung zu erzeugen, helfen übrigens Bücher des Dalai Lama ausgesprochen gut!

Zusätzlich läuft bei uns der Fernseher in einer Lautstärke, die gut erträglich ist, aber doch den Lärm von draußen zumindest teilweise abmildert. Diese Geräuschkulisse kann die Knallerei natürlich nicht übertönen, dann würden uns – und besonders unseren Hunden, deren Gehör viel feiner ist – ja die Ohren weh tun. Aber sie verhindert eine allzu starke Fokussierung auf die Knallgeräusche. Der besondere Tipp: Auf 3 SAT laufen jedes Jahr ab 11.00 Uhr vormittags bis weit nach Mitternacht Mitschnitte von tollen Live-Konzerten der vergangenen Jahre. Echte Sahnestücke der Musikgeschichte, von Phil Collins über U2, Michael Jackson, Pink oder Tina Turner, es ist für so ziemlich jeden Musikgeschmack etwas dabei.

Sehr hilfreich ist auch eine CD, die es als Beigabe zu dem Buch „Mit den Ohren eines Hundes“ (sehr zu empfehlen!) gibt. Die auf ihr zu hörende Musik wurde nach jahrelangen Forschungen auf dem Gebiet der Psycho-Akustik arrangiert und ist speziell auf das akustische Wahr-nehmungsvermögen von Hunden abgestimmt. Sie wirkt beruhigend und wird bereits erfolgreich in Tierheimen, Hundepensionen und Tierkliniken eingesetzt.

Sobald es am Nachmittag auch nur ansatzweise dämmrig wird, machen wir überall im Haus das Licht an, um die von draußen kommenden Lichtreflexe zu mildern. Sollten Sie Gardinen oder Rollos haben, sollten Sie diese schließen. Manchmal hört man den Tipp, mit dem Hund am besten in den Keller zu gehen, im Idealfall in einen Keller ohne Fenster. Dies ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn Sie das nicht ausschließlich zu Sylvester tun – sonst kann es schnell passieren, dass der Hund bereits das Heruntergehen in den Keller fürchtet, weil es für ihn in direktem gedanklichen Zusammenhang mit der Knallerei steht. Sollten Sie aber eine Art eingerichteten Hobbyraum haben, den Sie regelmäßig nutzen, kann es tatsächlich hilfreich sein, Sylvester dort unten zu verbringen, bis gegen 2.00 oder 3.00 Uhr nachts zumindest die schlimmste Knallerei vorbei ist.

Die Gassi-Runden reduzieren wir auf kurze Gänge in der Nähe des Hauses, damit die ängstlichen Hunde das Gefühl haben, jederzeit auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause zu können. Ist „die Fluchtburg“ in kürzester Zeit erreichbar, fühlt sich so mancher Hund zumindest etwas besser. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie das Rausgehen auch auf diesen beschränken. Wir gehen am 31. Dezember immer eine ganz lange Runde sehr früh am Morgen, so gegen 6.00 Uhr – da ist es noch weitgehend ruhig. Danach bleiben wir mit den ängstlichen Hunden auf unserem Grundstück.

Wenn Sie einen Hund haben, der in Panikattacken verfällt, wenn er es – selbst in größerer Entfernung – knallen hört, dann führen Sie ihn an den Tagen rund um Silvester mit doppelter Leinensicherung und bleiben Sie in der Nähe Ihres Hauses oder Ihres offen stehenden (!) Autos, denn für diese Hunde ist das Erreichen „der Fluchtburg“ eine Frage des Überlebens.

Von der häufig empfohlenen Gabe von Medikamenten möchte ich dringend abraten! Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass jedes Psychopharmaka eine so genannte Umschlagwirkung zeigen kann. Das bedeutet in diesem Fall, dass der Hund nicht beruhigt, sondern ganz im Gegenteil, jetzt erst richtig hoch gefahren wird. Der Kreislauf wird aktiviert, der Puls rast wie verrückt, der Hund kommt nicht mehr zur Ruhe und der so gestresste Organismus nimmt die Außenreize durch die Adrenalinausschüttung noch stärker wahr. Vor ein paar Jahren wurde ich am Sylvesterabend von einer völlig verzweifelten Hundehalterin angerufen, bei deren Eurasier-Rüden genau das passiert war. Der Hund drehte völlig durch, speichelte, raste fieberhaft nach Unterschlupf suchend durch das Haus und war kaum noch ansprechbar. Die Tierärztin, die das Mittel verschrieben hatte, empfahl am Telefon, den Hund in die Praxis zu bringen, was vollkommen ausgeschlossen war für die Halterin, weil er sich nicht einmal mehr anfassen ließ, ohne deutlich drohend zu fletschen – was er übrigens sonst nie tat! Als ich nach halbstündiger Fahrt dort ankam, war der Hund bereits so durchgedreht, dass ich einen Kreislaufkollaps befürchtete. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns auf den Hund zu stürzen, ihn – halb im Würgegriff – ins Auto zu zerren und in die Klinik meines Vertrauens zu bringen. Dort wurde er in Narkose gelegt, um ihn erst einmal ruhig zu stellen. Dann wurde er an den Tropf gehängt, um die Wirkstoffe in seinem Körper möglichst schnell auszuschwemmen. Es dauerte mehr als 14 Tage, ehe dieser Hund sich halbwegs erholt hatte und sein Frauchen und mich wieder vertrauensvoll an sich heran ließ. Er war damals fünf Jahre alt und ich kannte ihn seit seiner Welpenzeit. Er hatte uneingeschränktes Vertrauen zu mir und seiner Halterin bis zu diesem Abend gehabt...

In einem anderen Jahr rief mich am 05. Januar eine Dame an, deren Hund sich seit Sylvester völlig verändert hatte. Er zitterte, sobald er nur angesprochen wurde und reagierte extrem auf jegliche Außenreize, die mit Geräuschen oder Licht zu tun hatten. Er flüchtete zum Beispiel in Panik unter den Küchentisch, als vor dem Haus die Straßenlaterne anging. Beim Beratungsgespräch stellte sich dann heraus, dass auch dieser Hund auf Anraten eines befragten Tierarztes Medikamente verschrieben bekommen hatte. Er wählte ein Mittel aus, das hauptsächlich auf der Basis eines Muskelrelaxans wirkte, das Bewusstsein aber kaum beeinflusste. Im Klartext bedeutete dies, dass dieser arme Hund, der schon immer große Angst vor Sylvester hatte, alles um sich herum mitbekam, aber unfähig war, sich zu bewegen. Gefangen im eigenen Körper konnte er weder hecheln, noch herumlaufen oder sich verkriechen, so wie er es sonst immer getan hatte. Die Folgen waren fatal – dieser Hund erlitt ein Trauma, von dem er sich nie mehr richtig erholte.  Er hatte für den Rest seines Lebens Probleme und die Halterin verfluchte den Tag, an dem er das „Beruhigungsmittel“ bekommen hatte.

Ich könnte noch einige solcher Beispiele nennen, die ich im Laufe der Jahre miterlebt habe. Es waren weit mehr als nur diese beiden und aus diesem Grund würde ich die Gabe von Medikamenten nicht empfehlen. Ich kenne keinen einzigen Hund, der sich nicht über kurz oder lang wieder erholt hätte nach der Knallerei – aber einige, die durch Medikamentengabe traumatisiert wurden. Selbstverständlich gibt es auch Hunde, die die Medikamentengabe gut vertragen – nur weiß man vorher nicht, ob es so sein wird und mir ist das Risiko für die mir anvertrauten Tiere definitiv zu groß, falls es nicht so sein sollte.

Hingegen macht eine Kollegin von mir recht gute Erfahrungen mit der Gabe von Bach-Blüten. Suchen Sie sich einen seriösen Therapeuten, der eine individuelle Mischung für Ihren Hund zusammenstellt. Die im Handel erhältlichen, fertigen Mischungen möchte ich Ihnen nicht empfehlen, da sie der eigentlichen Lehre Bach`s und seinem Verständnis über die Wirkung der Blütenmittel nicht entsprechen. Eine Umschlagwirkung ist hier nicht bekannt, es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es in seltenen Fällen zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen kann, ähnlich wie wir sie aus der Homöopathie kennen. Sollte diese gerade an Sylvester auftreten, wäre das natürlich fatal. Deshalb ist eine vorherige Gabe zum Ausprobieren empfohlen.

Einigen Hunden hilft auch der D.A.P.-Stecker recht gut, der im Fachhandel erhältlich ist. D.A.P. ist die Abkürzung für Dog Appeasing Pheromone. Diese Pheromone sind Duftstoffe, die eine Mutterhündin während der Laktationsphase zwischen der Milchleiste absondert und die beruhigend auf die Welpen wirken. Man fand heraus, dass diese Wirkung auch noch bei erwachsenen Hunden eintritt und schließlich gelang es, diese Pheromone zu synthetisieren. Steckt man nun diesen Stecker in die Steckdose, wird der Geruch der Pheromone ausgeströmt. Wichtig ist hierbei allerdings, dass Sie dem Hund die Gelegenheit geben, den Raum zu verlassen, wenn er das wünscht, denn nicht alle Hunde mögen diesen Geruch und nicht auf alle wirkt er beruhigend! Beobachten Sie Ihren Hund, ob er sich freiwillig in die Nähe des Steckers begibt und tatsächlich ruhiger wird oder ob ihm dieser Geruch völlig egal zu sein scheint oder er sogar den Raum verlässt. Auch hier ist es sinnvoll, nicht erst am Sylvesterabend auszuprobieren, welche Reaktionen Ihr Hund zeigt, fangen Sie ruhig schon ein bis zwei Wochen vorher damit an. Auf gar keinen Fall sollten Sie die ebenfalls erhältlichen D.A.P.-Halsbänder verwenden, denn einmal angelegt kann der Hund sich eben nicht mehr frei entscheiden, ob er den Geruch sucht oder meidet, sondern ist ihm ausgeliefert. Interessant ist, dass der Hersteller anfangs, als es nur die Stecker gab, selbst ausdrücklich darauf hinwies, wie wichtig es ist, dem Hund die Möglichkeit zum Ausweichen zu geben. Trotzdem hat er dann die Halsbänder und auch noch ein Spray auf den Markt gebracht. Man macht sich so seine Gedanken, was hinter diesem Sinneswandel steckt...

Für viele Menschen ist übrigens unklar, warum Hunde gerade vor Sylvester so große Angst haben. Manchmal sogar solche, die zum Beispiel keine Probleme mit Schüssen oder Gewitter haben. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass durch die Knallerei gleich mehrere Sinne deutlich überstrapaziert werden: Der Gehörsinn durch den Lärm, der Gesichtssinn (die Augen) durch die ungewohnten und in großer Anzahl auftretenden Lichtreflexe und der Geruchssinn durch den Gestank, den die Böller verursachen und der ebenfalls ungewohnt ist für den Hund.

Abschließend wünsche ich Ihnen und Ihrem Hund (oder Ihren Hunden) eine möglichst ereignislose Silvesternacht und hoffe, dass die hier zusammengefassten Tipps helfen, mit möglichst viel Ruhe und Frieden ins neue Jahr zu kommen!

Clarissa v. Reinhardt
www.animal-learn.de

P.S. : Als Autorin erlaube ich ausdrücklich, diesen Text ungekürzt, unverändert und unter Nennung der o.g. Quelle weiträumig zu verbreiten. Wenn Sie ihn erhalten haben, freue ich mich, wenn Sie ihn an Freunde und Bekannte weiter schicken, ihn in Foren oder auch gern auf Ihre eigene Homepage stellen. Sie dürfen ihn auch ausdrucken, kopieren und verteilen. Desto mehr Menschen er erreicht, desto mehr Tieren kann hoffentlich geholfen werden.

 

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Thema des Monats Dezember 2015

(K)ein Hund zu Weihnachten.

 

Viele sind ja der festgefahrenen Meinung, dass  man unter gar keinen Umständen einen Hund zu Weihnachten kaufen  oder übernehmen sollte. Etliche Tierheime schließen sogar ihre Vermittlung über die Feiertage. Ich bin da anderer Meinung. Wenn alle Voraussetzungen stimmen, darf es auch ein Hund zu Weihnachten sein.

Wer hektisch die gesamte Vorweihnachtszeit verbringt, die Weihnachtsfeiertage von Verwandtschaft zu Verwandtschaft fährt, oder zu Hause eine Rieseneinladung plant, sollte natürlich Weihnachten im Interesse des  Hundes, sowie auch im eigenen Interesse, unbedingt die Anschaffung eines Vierbeiners auf eine weniger hektische Zeit verschieben.

Als Überraschungsgeschenk ist ein Hund niemals geeignet, weder zu Weihnachten noch zu irgendeiner anderen Zeit.

Auch einem Kind einen Hund zu schenken, halte ich für sehr problematisch - und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Letztendlich liegt die meiste Arbeit doch bei den Erwachsenen, und spätestens, wenn es an die Ausbildung geht, bleibt der Hund dann bei den Eltern zurück.

Wer aber weiß, dass er ein gemütliches Fest nur im engsten Kreise der eigenen Familie verbringt, und somit viel Zeit erübrigen kann, kann auch die Anschaffung eines Hundes  in Angriff nehmen. Wenn dann noch vierzehn Tage  oder mehr frei sind, steht einer Übernahme eines Vierbeiners nichts mehr im Wege. 

Selbstverständlich haben Sie schon im Vorfeld dafür gesorgt, dass alles Notwendige für den Hund beschafft wurde. Das sind zum einem der passende Schlafplatz, in Form eine Korbes oder einer Matratze,  zwei Hundenäpfe für Futter und Wasser, Leine und Halsband oder Geschirr, eine  weiche Bürste und ein Kamm. Diese Dinge reichen vollkommen für die ersten Wochen aus. Geeignetes Futter sollten Sie ebenfalls in genügender Menge, nach Rücksprache mit dem Züchter, dem vorherigen Besitzer, oder dem Tierheim, besorgen.

Außerdem sollten Sie Treppen mit geeigneten Gittern mit engem Stangenabstand, so dass Ihr Hund auch nicht mit dem Kopf stecken bleiben kann, sichern, so geben Sie Ihr Hund keinerlei Möglichkeiten, die Treppen hinauf oder hinunter zu klettern und im schlimmsten Fall abzustürzen.

Auf einen großen  Weihnachtsbaum mitten im Zimmer sollten Sie im ersten Jahr lieber verzichten. Achten Sie darauf, dass alle Gegenstände, die der Hund anfressen könnte, unerreichbar für den Vierbeiner sind, dazu gehören auch Tannenzweige, Mistelzweige und vor allen Dinge Weihnachtssterne, die giftig sind. Auch Lametta, Plätzchen, Ente, Gans und  Schokolade sind nicht förderlich für die Gesundheit des Hundes. Selbstverständlich sollten Sie auch auf gar keinen Fall  von Ihren weihnachtlichen Leckerbissen etwas an den Hund verfüttern, egal ob es sich um einen Welpen oder um ein ausgewachsenes Exemplar handelt. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund auch nichts selbstständig davon erreichen kann. Das bedeutet, dass Sie sich Ihrem neuen Familienmitglied vollständig widmen müssen, um Gefahren möglichst schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Elektrische Lichterketten, die ja bekanntlich rasch angefressen sind. sollten vor allen Dingen bei Welpen unerreichbar sein. Im Zweifelsfall sollten Sie ganz darauf verzichten.

Halten Sie für alle Fälle die Nummern mehrerer Tierärzte bereit und machen Sie sich schon im Vorfeld mit dem tierärztlichen Notdienst für die Feiertage vertraut, so dass im Falle eines Falles, der Tierarzt auch schnell erreichbar ist.

Achten Sie auch darauf, dass ihr neues Familienmitglied, auch während der Feiertage genügend Schlaf bekommt, und nicht völlig überdreht. Besonders, wenn Sie Kinder im schulpflichtigen Alter haben, sollten Sie unbedingt Sorge  dafür tragen, dass der Hund genug Ruhephasen hat und nicht etwa vollkommen überfordert wird. 

Wer aber selber glaubt, die obigen Vorraussetzungen nicht, oder zumindest nicht alle erfüllen zu können, sollte unter dem Weihnachtsbaum lieber erst einmal Bücher zum Thema, oder falls die Rasse bereits feststeht, passendes Zubehör für das künftige Haustier, vorfinden.

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Thema des Monats November 2015

Hund gefunden, was tun?

 

Auch wenn Sie einen scheinbar "herrenlosen" Hund finden, sollten Sie einiges beachten.

Die Rechtslage ist nämlich in der Regel komplizierter, als der Laie ahnt.

Generelles

Fundtiere unterliegen  den fundrechtlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches nach §§ 965 bis 984 BGB. Dort ist auch  die unverzügliche Anzeigepflicht des Fundes durch den Finder  gegenüber der Behörde geregelt. Ferner wird  die Ablieferungspflicht bei der Behörde, der Ersatzanspruch des Finders für notwendige Aufwendungen, der Finderlohnanspruch, das Zurückbehaltungsrecht des Finders bis zum Aufwendungsersatz für etwaige Kosten und Gebühren durch den Eigentümer, die Regelung des Eigentumserwerbs des Finders 6 Monate nach Anzeige des Fundes und die Möglichkeiten zum vorzeitigen Eigentumserwerb des Finders behandelt

Wird ein Tier gefunden, ist vom Finder unverzüglich die örtliche Ordnungsbehörde darüber zu informieren.  Sie ist dafür verantwortlich, dass das Fundtier sicher "aufbewahrt" und gut  behandelt  und versorgt wird. Das geschieht in der Regel durch Einweisung in ein Tierheim oder eine ähnliche Einrichtung.

 

Angebundener Hund

Angebundene Hunde, besonders vor Geschäften, wurden nicht immer ausgesetzt, manche Hunde warten auch ganz ohne Leine abgelegt auf ihren Besitzer. Fragen Sie sicherheitshalber in den umliegenden Geschäften, bevor Sie aktiv werden. Wenn möglich, beobachten Sie den Hund eine Zeit. Nach einigen Stunden, bei schlechten Wetterverhältnissen früher - sollten Sie dann Tierschutz oder Polizei alarmieren, oder den Hund selbst losbinden. Sollten Sie einen Hund mitten im Wald oder weitab jeglicher Bebauung  angebunden finden, können Sie natürlich sofort reagieren.

Auch wenn die meisten Vierbeiner froh sind, dass sie einen Zweibeiner gefunden haben, der sich um sie kümmert, müssen Sie dabei trotzdem mit unerwarteten Reaktionen rechnen. Manche Hunde knurren nur, andere wiederum belassen es nicht  dabei, sondern schnappen oder beißen. Im Zweifelsfall sollten Sie dann lieber einen Fachmann (Tierrettungsdienst etc.) rufen.

Denken Sie bitte daran, dass auch ein beispielsweise im Wald  angebundener Hund nicht unbedingt vom Besitzer ausgesetzt worden sein muss. Unter Umständen ist er, manchmal samt Leine entlaufen und der Erstfinder hat ihn einfach angebunden, anstatt ihn im Tierheim abzugeben.

 

Hund zu Hause zugelaufen

Locken Sie den Hund in den Vorgarten oder ins Haus. Vorsicht, wenn dort bereits eigene Hunde sind, nicht immer ist ein Fremdling im Revier willkommen, und dies könnte zu Beißereien führen. Halten Sie den Hund vorerst separat, falls er ein Halsband besitzt, versuchen Sie ihn anzuleinen und warten auf der Straße oder im Vorgarten eine Zeitlang, ob nicht doch der Besitzer auftaucht, der seinen Hund bereits sucht.

Lässt sich der Hund nicht ohne weiteres einfangen, weil er verängstigt ist, sollten Sie vorsichtig zu Werke gehen, besonders wenn Sie sich in der Nähe einer viel befahrenen Straße befinden. In größeren Städten gibt es oft entsprechende Tierfänger (zu erfragen über die Tierheime), die Sie notfalls alarmieren können. In diesen Fällen wird der Hund allerdings direkt im Tierheim abgegeben.

Manche Hunde lassen sich zwar nicht anfassen, springen aber bereitwillig in ein  Auto und bleiben auch darin sitzen, ein Versuch lohnt sich immer.

Versorgen Sie das Tier zu allererst mit Futter und Wasser. Das ist besonders wichtig, wenn der Hund schon längere Zeit unterwegs war. Meist kann man das am Allgemeinzustand und am Aussehen des Fells erkennen.

Trägt der Hund Halsband oder Geschirr, sollten Sie dies zu Hause abnehmen, aber bitte vorher darauf achten, dass sämtliche Türen und auch Fenster verschlossen sind. Gerät der Hund nämlich in Panik, könnte es auch sein, dass er den nächstmöglichen Fluchtweg nimmt, und das kann dann leider auch im schlimmsten Fall  ein Fenster im vierten Stock sein. In Hundemarken ist oft die Telefonnummer des Besitzers eingraviert, falls der Hund eine TASSO oder Hausstierregister Marke trägt, sollten Sie sich sofort mit dem entsprechenden Haustierregister in Verbindung setzen, geben Sie dabei unbedingt die Kennnummer, die Sie auf der Marke finden, bekannt. Auch kleine Metallhülsen, Täschchen oder ähnliches am Halsband enthalten oft Zettel mit Angaben zum Besitzer. Auf manche Halsbänder ist eine  Metallplakette aufgenietet, in die die entsprechenden Angaben eingraviert sind. Unter Umständen ist die Telefonnummer  eingestickt, bei Leder punziert oder auf die  Halsbandrückseite notiert. Dasselbe gilt auch für Geschirre. Haben Sie einen entsprechenden Hinweis gefunden, sollten Sie möglichst umgehend den Hundebesitzer informieren.

Bei Hunden ohne Halsband  oder entsprechenden Hinweisen, sollten  Sie dann in beiden Ohren nachsehen, ob der Hund tätowiert ist. Schlecht lesbare Tätowierungen kann man mit Hilfe einer hinter das Ohr gehaltenen Taschenlampe oft noch lesbar machen. Notieren Sie sich alle Nummern und das entsprechend Körperteil. Bei manchen Hunden sind beide Ohren tätowiert. Tätowierungen an anderer Stelle sind eher selten. Um herauszufinden, ob der Hund gechippt ist, müssen Sie einen Tierarzt oder ein Tierheim aufsuchen. Fragen  Sie vorher lieber telefonisch nach, ob auch ein entsprechendes Lesegerät vorhanden ist, damit Sie sich und dem Tier unnötige Wege ersparen. Sobald Sie die entsprechenden Infos haben, setzen Sie sich umgehend mit TASSO in Verbindung. TASSO ist auch mit den anderen Suchdiensten vernetzt, sodass Sie nicht unbedingt noch bei anderen Organisationen nachfragen müssen. Hat der Hund  einen Chip können Sie die  Infos in der Regel auch per Internet  abfragen.

Sollte das Tier bei den  entsprechenden Stellen  nicht registriert sein, gehen Sie nun folgendermaßen vor. Falls  Ihr Findling ein Rassehund ist, dessen Rasse z.B. Setter, Teckel gut zu erkennen ist, setzen Sie sich mit dem entsprechenden Verein (zu finden im Internet)  in Verbindung und geben die Tätowierung, oder die Chipnummer und ihre Telefonnummer durch. In der Regel meldet sich dann der entsprechende Züchter oder auch der Besitzer bei Ihnen, der seinen Vierbeiner erleichtert  wieder abholt.

Falls Sie es nicht schon unmittelbar nach dem  Auffinden getan haben, sollten Sie spätestens jetzt  umliegende Polizeistationen und Tierheime, die Gemeinde oder eine Tiersammelstelle  von dem Fund in Kenntnis setzen. Vergessen Sie nicht, Ihre Telefonnummer(n)  und ihre vollständige Adresse anzugeben.

Für den Fall, dass Sie den Hund bei sich behalten und der Besitzer in den nächsten Tagen sich nicht bei Ihnen meldet, geben Sie Anzeigen in den örtlichen Zeitungen auf. Manche Zeitungen bieten als Service - zumindest für ihre Abonnenten - solche "gesucht-gefunden" Anzeigen kostenlos aufzugeben, an. Studieren Sie auch die örtlichen Zeitungen und das Internet nach Vermisstmeldungen. Hängen Sie Plakate mit einem Bild und oder einer genauen Beschreibung des Findlings in der Umgebung des Fundortes, eventuell auch in Geschäften und bei Tierärzten auf.

Suchen Sie auch auf  entsprechenden Seiten im Internet und in Foren, ob Ihr Fundhund dort als vermisst gemeldet wurde und stellen Sie das Fundtier auch dort ein.

Eine sehr gute, bundesweite Datenbank für vermisste und gefundene Tiere:

www.find-mich-fix.de

Achtung : Geben Sie weder in der Fundmeldung noch anderweitig an Privatpersonen Tätowierungen oder Chip Nummern heraus, damit Sie auch sicher gehen können, dass sich niemand  nur als Halter ausgibt und Sie das Tier auch wirklich an den Richtigen zurückgeben. Im Zweifelsfall lassen Sie sich den Tierausweis, den Impfpass, die Ahnentafel oder ähnliches zeigen, in denen Chipnummer= Transpondernummer  oder Tätowierung vermerkt sind. Auch ein amtliches Dokument wie den Ausweis oder den Führerschein sollten Sie sich vorlegen lassen, um die Identität des Halters zu überprüfen. Machen Sie sich Notizen wie Ausweisnummer, wann und wo übergeben etc. um im Falle eines Falles auf der sicheren Seite zu sein

Hund unterwegs zugelaufen.

Generell gilt, falls Ihnen unterwegs  ein Hund zu läuft, und Sie ihn anlocken können, machen Sie dieses, nehmen Sie ihn aber nicht unvermittelt mit, sondern warten Sie möglichst eine Zeitspanne ab, ob nicht doch der zugehörige Zweibeiner auftaucht. Erst dann sollten Sie den Hund an sich nehmen. Mit nach Hause nehmen sollten Sie das Tier aber nur, wenn die Fundstelle nicht allzu weit von ihrem Wohnort entfernt liegt. Entdecken Sie dagegen z. B einen Hund auf einem Autobahnrastplatz, ist es sinnvoller, die Autobahn an der nächsten Ausfahrt zu verlassen und das nächstgelegene Tierheim anzusteuern, um die Suche des Halters nicht unnötig zu komplizieren. Wer vermutet seinen Hund schon z.B. in Frankfurt, wenn er ihn auf einen Rastplatz auf der Autobahn Nürnberg-München verloren hat?

Obiges gilt natürlich auch dann, wenn der Hund Ihnen an Ihrem Urlaubsort zu gelaufen ist.

Sollten Sie das Tier vorübergehend behalten, gehen Sie wie unter "Hund zu Hause zugelaufen" vor. Es empfiehlt sich, so schnell wie möglich, den Fund bei der entsprechenden Behörde (Gemeinde, Tiersammelstelle etc.) zu melden, dies ist leider je nach Bundesland, Gemeinde oder Stadt  sehr individuell geregelt, so dass Sie  sich wohl erst einmal durchfragen müssen. Am besten erkundigen Sie sich beim nächstgelegenen Tierheim oder der nächsten Polizeidienststelle danach. Am Wochenende ist es besonders schwierig, den Hund zu melden, also sollten Sie dies jedenfalls vorsorglich bei Tierheim und Polizei tun. Melden Sie den Hund dann auch unbedingt schriftlich bei der hierfür vorgesehen Stelle, damit man Ihnen nicht später Fundunterschlagung oder gar Diebstahl unterstellen kann.

Sollten Sie bei Ihren Bemühungen, den Halter ausfindig zu machen, keinen Erfolg haben, können Sie entweder das Tier weiterhin behalten oder doch im Tierheim abgeben. Zwar ist generell  davon die Rede, dass Fundtiere unbedingt abgegeben werden müssen, aber meistens sind die entsprechenden Stellen froh, wenn sich eine Privatperson um  das Tierwohl  kümmert. In der Regel wird das zuständige Tierheim Sie als "Pflegestelle" einsetzen.        

Dass der Hund entsprechend dem Tierschutzgesetz bei Ihnen untergebracht werden muss, versteht sich von selbst und muss an dieser Stelle sicher nicht noch extra erläutert werden.

 

Verletzten Hund gefunden

Für verletzte Hunde gilt obiges, entweder den Tierrettungsdienst rufen oder selbst damit zum Tierarzt fahren.

Achtung: Verletzte Tier reagieren häufig unberechenbar, sollten Sie sich die Bergung nicht zutrauen oder die Gefahr bestehen, dass das verletzte Tier in Panik auf die Straße läuft, rufen Sie besser die Polizei oder den Tierrettungsdienst.

Der Tierarztbesuch stellt allerdings rein rechtlich gesehen ein Problem für den Finder dar, das nicht verschwiegen werden sollte. Sollte nämlich der Halter nicht gefunden werden,  bleibt  man unter Umständen auf den Kosten sitzen. Deshalb ist es sinnvoll, noch vom Tierarzt aus, die entsprechenden Behörden (siehe oben) zu benachrichtigen und dies später schriftlich nachzuholen. Lassen Sie sich vom Tierarzt auf jeden Fall die Behandlung und die Kosten bestätigen.

Verwahrlosten und/ oder abgemagerten Hund gefunden

Hüten Sie sich in einem solchen Fall davor, voreilige Rückschlüsse zu ziehen. Ein schmutziger, verfilzter und ausgemergelter Hund muss nicht zwingend das Opfer einer nicht artgerechter Hundehaltung sein. In einem solchen Fall zu glauben, man hätte das Recht, den Hund einfach zu behalten, ist ein Irrtum.  Unter Umständen ist der Hund einfach nur sehr lange unterwegs gewesen und befindet sich deshalb in diesem Zustand. In jedem Fall muss auch hier das Fundtier bei den zuständigen Stellen gemeldet werden.

 

Toten Hund gefunden

Versuchen Sie entsprechende Merkmale, Marken oder Tätowierungen am Tier zu finden. Informieren Sie die Polizei, Straßenmeisterei, TASSO  und/oder das nächste Tierheim. So ist für den Besitzer wenigstens die schreckliche Ungewissheit, was letztendlich mit seinem Hund geschehen ist, beendet.

 

Zu guter Letzt

Rechtlich gesehen, geht das Tier nach sechs Monaten in Ihren Besitz über, falls sich der Halter bis dahin nicht gemeldet hat, und Sie nicht bei Abgabe des Tieres beim Tierheim oder einer entsprechenden Behörde  hierauf verzichtet haben. Dies gilt natürlich nur für den Fall, dass Sie den Fund auch ordnungsgemäß gemeldet haben!

Wenn man sich solange an ein Tier gewöhnt hat, wird es auch kein Trost sein, dass der Besitzer Ihnen in der Regel alle Auslagen für Futter, Pflege  und Tierarzt ersetzen muss.

Allerdings – zur Beruhigung aller ehrlichen Finder - sind Fälle, in denen das Tier nach längerer Zeit doch noch zurückgefordert wird, eher selten. Verantwortungsbewusste Tierhalter werden nämlich alles daran setzen, ihr Tier umgehend zurückzubekommen, andernfalls kann man, Ausnahmen bestätigen die Regel, davon ausgehen, dass das Verschwinden des Hundes dem Halter egal ist, oder das Tier sogar ausgesetzt wurde. Lebt der Hund schon eine verhältnismäßig lange Zeit bei Ihnen, wird der Besitzer meist vernünftigerweise auf seine Rechte am Tier verzichten und den Hund Ihnen überlassen.

 

Wichtige Adressen:

TASSO
www.tasso.net

Haustierregister des deutschen Tierschutzbundes       

www.deutsches-haustierregister.de

 Bundesweite umfangreiche Datenbank mit Vermisst-und Fundmeldungen

www.find-mich-fix.de

 

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Thema des Monats Oktober 2015


Hund entlaufen!

Suchplakat Muster

 

Fiktive Suchmeldung!

Die kleinen Abschnitte, die mit einer Schere eingeschnitten werden, mit der/den Telefonummern sind zum Abreißen für all diejenigen gedacht, die gerade nichts zum Mitschreiben zur Hand haben. Bei Wurf- bzw.Handzetteln kann man diese natürlich weglassen Bei eingeschweißten Plakaten, die besonders wetterfest sind,  kann man kleine selbsthaftende Zettel anbringen oder einen Streifen mit einem Klebeband  von hinten befestigen.

 

Auch wenn man sich normalerweise seines Hundes ziemlich sicher ist, kann es doch einmal passieren, dass er durch besondere Umstände, von  zu Hause oder unterwegs einfach verschwindet und nicht sofort wieder auffindbar ist.

Guter Rat muss dann nicht unbedingt teuer sein.

 

Vorbeugung allgemein

Ihr Hund sollte tätowiert oder gechipt sein. Ist Ihr Hund ein Rassehund oder aus dem Tierschutz, brauchen Sie sich in der Regel nicht darum zu kümmern, denn dies wurde dann bereits vom Zuchtwart oder vom Tierarzt erledigt. Rassehunde sind zwar beim jeweiligen Verein mit der Nummer eingetragen, aber nicht jeder Finder und leider auch nicht jedes Tierheim, ist in der Lage, die Rasse ihres Hundes zweifelsfrei und damit den Verein als Ansprechpartner zu ermitteln.

Lassen Sie Ihren Hund deshalb mit Chip- oder Tätowiernummer und weiteren besonderen Kennzeichen bei einem der Haustierregister z.B. TASSO oder Deutscher Tierschutzbund eintragen. Dort hilft man Ihnen im Falle des Verlustes auch weiter. Hilfreich ist es, wenn Ihr Hund z.B. die TASSO Marke auch am Halsband trägt. Dort ist die Telefonnummer der Organisation eingetragen. Auch ein handelsübliches Behältnis wie Ledertäschchen oder Metallhülse, in dem Sie einem Zettel mit den wichtigsten Daten und Ihrer Telefonnummer oder die von TASSO aufbewahren können, ist sinnvoll. Ferner kann man auch Plaketten in verschiedenen Formen und Farben kaufen und nach Wunsch gravieren lassen.

Gehört Ihr Hund  zu den Exemplaren, die keinerlei "Anhängsel" dulden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Lassen Sie Gurthalsband oder - geschirr mit Hundenamen und Telefonnummer oder ihrer Adresse besticken, oder schreiben Sie die Daten mit Stoffmalstiften auf  das Band. Wenn Sie Lederhalsbänder bevorzugen, im Handel sind Halsbänder erhältlich, auf die eine Metallplakette aufgenietet ist. Diese können Sie dann nach Ihren Vorstellungen gravieren lassen. Alternativ kann man auch die Innenseite des Halsbandes mit einem Permanentstift beschriften. Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit, die gewünschten Daten ins Halsband ein zu punzieren. Fragen Sie ihren Schuhmacher oder kaufen Sie sich einen Buchstaben- und Zahlensatz Punziereisen. Lohnt sich natürlich nur, wenn Sie mehrere Exemplare bearbeiten oder noch weitere Lederteile punzieren möchten. Einbrennen mit dem Lötkolben ist mit einem Brandmalaufsatz, sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite möglich.

 

Legen Sie sich für Ihren Hund eine Mappe an, in der Sie alle zum Tier gehörenden Papiere, wie Stammbaum, Tierausweis (z. B. von  TASSO) Impfbücher usw. aufbewahren.

Einige Photos Ihres Hundes sollten Sie auch dazulegen. Achten Sie darauf, dass diese immer aktualisiert werden. Wenn Ihr Hund im Alter von acht Jahren entläuft, nutzt ein Photo, welches ihn im Alter von acht Wochen zeigt, nichts. Besitzen Sie einen lebhaft gefärbten Hund, wie z.B. einen Irish Red and White Setter, sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihren Hund von Vorne, sowie  von Rechts und Links ablichten. Machen Sie sich Notizen über Besonderheiten wie Narben, verschieden farbige Augen, auffällige Verhaltensweisen oder Vorlieben Ihres Hundes. Auch die ungefähre Größe und das Gewicht sollten Sie notieren.

Vergessen Sie nicht, die Mappe mindestens zweimal im Jahr zu aktualisieren. Im Notfall hat man selten einen klaren Kopf, um wichtige Details aus dem Stegreif zusammen zu bekommen. Ich bin immer wieder auf Neue erstaunt, wie allgemein oder ungenau Halter Ihren vermissten Vierbeiner beschreiben, oft gibt es gar keine Photos. Dabei gilt  auch hier: Umso genauer die Beschreibung, desto wahrscheinlicher, dass der Hund wieder gefunden bzw., auch zurückvermittelt wird.

 

Sorgen Sie zuhause dafür, dass Ihr Hund nicht unbeobachtet aus einer Tür oder einem Fenster entwischen kann. Lassen Sie niemals einen Hund bei vollständig geöffnetem  Fenster alleine im Zimmer. Kippen Sie die Fenster lieber. Achtung! falls Sie keinen Setter, sondern einen kleinen, sehr neugierigen oder findigen Hund haben, sollten Sie die gekippten Fenster noch zusätzlich durch Gitter, wie sie in Katzenhaushalten benutzt werden, sichern. Diese bewirken, dass Ihr Hund nicht zwischen Fenster und Wand eingeklemmt werden kann. Dieser Fensterschutz ist in den meisten Zoohandlungen und Baumärkten erhältlich.

Der Gartenzaun sollte der Größe und der Sprungkraft Ihres Hundes angemessen sein. Überprüfen Sie ihre Grundstückseinfriedung des Öfteren, um Schäden möglichst sofort beheben zu können, bevor Ihr Hund sie entdeckt und diese als Schlupfloch in die Freiheit benutzt.

Lassen Sie Ihren Hund,  in der ersten Zeit nicht von der Leine, und schon gar nicht auf ihm unbekanntem Terrain. Überprüfen Sie Halsband und Leine auf mögliche Schadstellen, an denen sie im Ernstfall reißen könnten.  Achten Sie darauf, dass die Halsung oder das Geschirr auch richtig eingestellt ist. Es gibt Hunde, die sich als wahre Entfesselungskünstler erweisen, wenn Ihnen etwas unangenehm ist, z.B. ein anderer Artgenosse, Autos usw.

Auch in den Tagen um Silvester sollten Sie Ihren Hund, selbst dann, wenn er normalerweise folgsam ist und auf Pfiff zu Ihnen zurückkommt,  nicht ableinen. Ein Knallkörper, der in unmittelbarer Nähe oder gar direkt auf dem Vierbeiner explodiert - es gibt leider Menschen, die  so etwas tun - kann auch beim geduldigsten Hund zu panischen Fluchtverhalten führen.

 

Tragen Sie Sorge dafür, dass Ihr Hund den Grundgehorsam beherrscht und sich gut abrufen lässt. Lassen Sie ihn auf unbekanntem Terrain einmal lieber mehr, als einmal zu wenig, an der Leine.

 

Das richtige Verhalten, wenn der Hund von zu Hause weggelaufen ist.

Trotz aller Vorsichts- und Erziehungsmaßnahmen  ist es doch passiert, Ihr Vierbeiner ist durch die offene Haus- oder Gartentüre, durch ein Loch im Gartenzaun oder gar über die Einzäunung entwischt. Nun heißt es, erst einmal Ruhe bewahren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das nicht leicht fällt. Sehen Sie sich zuerst in unmittelbarer Nähe Ihres Hauses um, mancher Hund wartet schon sehnsüchtig darauf, dass sich sein Halter zeigt und kommt freudig nach Hause oder lässt sich sofort wieder einfangen.

Leider gibt es auch Exemplare, die sich einen Spaß daraus machen, mit Frauchen oder Herrchen Katz und Maus zu spielen. Lassen Sie sich möglichst nicht darauf ein, sondern machen Sie auf dem Absatz kehrt. In den meisten Fällen wird der Hund Ihnen folgen.

Ansonsten sollten Sie lieber in unmittelbarer Nähe des Hauses abwarten, sofern die dort herrschenden Verkehrsverhältnisse dies auch zulassen.

Ist Ihr Hund gewohnt auf Pfiff zu hören, benutzen Sie die gewohnte Pfeife, um den Hund zu rufen. Gehen Sie keinesfalls los, um den Hund zu suchen, wenn Sie alleine zu Hause sind. So mancher Hund wartet dann eine ganze Zeit vor verschlossenen Türen, um sich dann empört erneut aus dem Staub zu machen. Bitten Sie Bekannte oder Nachbarn entweder das Haus für Sie zu hüten und regelmäßig vor die Türe zu sehen oder lassen Sie diese zuerst nach Ihrem Hund suchen.

Wer ist im Vermisstenfall zu benachrichtigen?

 

Nächste Polizeidienststelle

 

Im Bereich von  Amerikanischen Militärstützpunkten unbedingt auch die Militärpolizei  in Kenntnis setzen

 

Ordnungsamt

 

Fundbüro

 

Gemeindeverwaltung

 

Straßenmeistereien

 

Forstdienststelle

 

Tierärzte

 

Tierkörperbeseitigungsstelle

 

Tierschutzvereine

 

Tierheime (in Grenzgebieten unbedingt auch die im angrenzendem(n) Nachbarland-Ländern  informieren) im Umkreis von mindestens 100 km

 

Nachbarn

 

Züchter

 

Vorbesitzer

 

Organisation/ Tierheim  bei Tierschutzhunden

 

TASSO oder Haustierregister

 

Webseiten für vermisste Tier (Adressen siehe unten)

 

Regionale Fernsehsender

 

Regionale Radiosender

 

Örtliche(n) Hundeverein(e) und Hundegruppen

   
 

 

Sollte Ihr Vierbeiner auch nach Stunden unauffindbar bleiben, benachrichtigen Sie telefonisch die nächste(n) Polizeidienststelle(n)  und die umliegenden Tierheime.

Suchen Sie die Lieblingsrouten oder Plätze Ihres Hundes mehrfach ab, machen Sie sich dabei durch Rufen oder Pfeifen bemerkbar. Mancher verfressene Hund reagiert auch auf z.B. das Schütteln der Leckerchendose. Nehmen Sie bei Ihrer Suchaktion auch einen Ihrer weiteren Hund (falls vorhanden) oder eventuell einen vierbeinigen Freund ihres Hundes mit.

Fragen Sie auch Passanten oder klingeln Sie in Siedlungen notfalls an den Haustüren. Unter Umständen hat Ihr Hund hier schon Unterschlupf gefunden.

Sollte der Hund auch am nächsten Tag noch abgängig sein, informieren Sie TASSO telefonisch oder online, wenn Ihr Tier dort noch nicht registriert ist, sollten Sie das jetzt ebenfalls sofort nachholen. 

Schreiben Sie Plakate, noch besser drucken Sie am PC welche aus oder lassen Sie sich diese von Bekannten oder einem Copyshop fertigen. Auch TASSO stellt Ihnen Suchplakate zur Verfügung, allerdings dauert es einige Tage, bis Sie diese erhalten. Damit Sie die Plakate bei schlechten Wetterverhältnissen nicht andauernd erneuern müssen, ist es sinnvoll, wenigstens einen Teil davon, einzuschweißen (laminieren).

Das Plakat muss alle wichtigen Angaben, wie Rasse, Aussehen, Größe, Alter, Ort und Zeitpunkt, wo und wann der Hund zuletzt gesehen wurde, enthalten. Falls der Hund Medikamente benötigt, sollten Sie auch dieses vermerken. Vergessen Sie, mindestens ein aktuelles Farbfoto, besser sind mehrere, nicht. Tätowierungen und Chipnummern sollten, wenn überhaupt, auf den Plakaten niemals vollständig angeben werden, verzichten Sie ganz darauf, oder machen Sie wenigstens  die letzten vier Ziffern der Transpondernummer unkenntlich. Belohnungen sollte man auch nicht aussetzen, damit zieht man womöglich Trittbrettfahrer an, die den Hund nicht gefunden haben, aber an Ihr Geld möchten.

Wer in Gebieten mit amerikanischen Militärstützpunkten wohnt, sollte unbedingt daran denken, sich die Plakate auch in Englisch ausdrucken zu lassen.

Hängen Sie diese Plakate in der Umgebung an Bäumen und Zäunen, Garagentüren usw. auf. Fragen Sie aber bitte vorher die jeweiligen Besitzer, ansonsten kann es passieren, dass Ihre Plakate wieder abgerissen und die ganze Mühe umsonst war. Bitten Sie auch Ladenbesitzer und Tierärzte in der Umgebung, die Plakate aufzuhängen oder aufhängen zu dürfen. In der Regel wird Ihnen dies auch gestattet werden. Verteilen Sie zur Sicherheit auch noch kleinere Handzettel in den Briefkästen der Umgebung. Geben Sie in Zeitungen, die an alle Haushalte verteilt werden, ein Inserat auf. Je nach Wohnort sind auch kleinere Rundfunksender manchmal  bereit, eine Suchmeldung zu bringen. In einigen regionalen Tageszeitungen kann man eine Verlustmeldung auch kostenlos unterbringen, sofern man Abonnent dieses Blattes ist. Geben Sie zur Sicherheit mehrere Telefonnummern (Handy, Geschäft, Festnetz, von Freunden usw.) an, um möglichst rund um die Uhr erreichbar zu sein.

Stellen Sie auch Suchmeldungen ins Internet, falls Sie den Flyer mitschicken, denken Sie bitte daran, mehrere Formate wie pdf, word etc. zu benutzen. Nicht jeder Empfänger kann jedes Format auch öffnen! Bitten Sie Bekannte oder den örtlichen Tierschutzverein darum, Ihre Suchmeldung im Internet weiterzugeben. Wenden Sie sich auch direkt an Seiten, die Suchmeldungen veröffentlichen. Bei Rassehunden empfiehlt es sich, die Suchmeldung auch auf entsprechenden Seiten und in Foren  (z.B.Jagdhunde, Setter, Dackel  etc.) veröffentlichen zu lassen. Im Netz gibt es auch zahlreiche Seiten, auf denen Sie eine  Vermisstmeldung Ihres Vierbeiners meistens kostenlos einstellen können.

Fragen Sie regelmäßig bei der Polizei, den Tierheimen und auch bei Tierärzten nach. Manchmal werden die Tiere nicht sofort identifiziert, sei es, dass Tätowiernummern unlesbar sind, kein  Lesegerät für den Chip vorhanden ist, und bei den Haustierregistern, aus welchem Gründen auch immer, nicht nachgefragt wird.

Ziehen Sie dabei einen weiten Kreis um den Verlustort, mancher Hund wurde auch schon unterwegs aufgegriffen, und im Auto hunderte Kilometer weit mitgenommen.

Erkundigen Sie sich bei Polizei (auch bei der Militärpolizei, falls ein Truppenstützpunkt in der Nähe liegt) und oder Ordnungsamt auch danach, ob Ihr Tier eventuell überfahren bzw. tot aufgefunden wurde. Auch die  Straßen- und Autobahnmeistereien in Ihrer Nähe sollten Sie nicht nur einmal danach  abfragen. Es erscheint auch angebracht, bei den Tierkörperbeseitigungsanstalten vorstellig zu werden.

Es ist überaus sinnvoll, sich eine Liste mit allen Ansprechpartner, deren Telefonnummern und E-Mail Adressen anzufertigen. Dadurch behalten Sie erstens den Überblick, wen Sie alles informieren sollten, und auch informiert haben und wen Sie, für den Fall, dass Ihr Hund aufgefunden wurde, Bescheid geben müssen.

Sind Sie Mitglied in einen oder mehreren Hundegruppe(n), werden Ihnen die anderen Mitglieder bestimmt helfen, eine Suchttruppe mit Hunden zu organisieren. Aber auch, wenn keine Mitgliedschaft besteht, sollten Sie auf jeden Fall versuchen, solche Gruppen in Ihre Sucharbeit einzubeziehen. In der Regel helfen die meisten gerne.

So mancher Hund wurde schon durch vertraute Vierbeiner angelockt. Aber Vorsicht, allzu forsches Vorgehen kann den Hund eher verscheuchen, als anlocken.

Bleibt Ihr Hund verschwunden, sollten Sie die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht so schnell aufgeben. Suchen Sie im Internet regelmäßig die Fundhundeseiten und auch die Vermittlungsseiten von Tierschutzorganisationen und Tierheimen ab.

Achtung: Vergessen Sie bitte nicht, falls Sie inzwischen umziehen, und  sich Ihre Adresse, sowie die Telefonnummern ändern sollten, dies den entsprechenden Stellen auch umgehend mitzuteilen, sonst wird womöglich Ihr Hund nach Monaten gefunden, kann aber nicht  rückvermittelt werden, da Sie für die entsprechenden Organisationen nicht auffindbar sind !

 

Kehrt Ihr Hund nach Stunden, Tagen oder Wochen wieder zurück, ist es völlig unsinnig, das Tier für seinen Ungehorsam zu bestrafen. Zeigen Sie stattdessen, wie sehr Sie sich über das Wiedersehen freuen. Andernfalls wird Ihr Hund Ihren Unmut mit der Tatsache, dass er wieder kam, verknüpfen und bei nächster Gelegenheit erneut das Weite suchen.

 

Hund unterwegs entlaufen.

Wenn Ihr Hund auf einen ihrer üblichen Spaziergänge entläuft, verhalten Sie sich am besten wie oben beschrieben. Warten Sie an dem Platz an dem Sie ihn zum letzten Mal gesehen haben. Rufen oder pfeifen Sie. Es ist sehr sinnvoll, auf Spaziergängen eine Pfeife, auf die Ihr Hund natürlich konditioniert sein sollte, mitzuführen. Ob das nun eine Pfiff und Triller Pfeife ist, oder eine Ultraschallhochtonpfeife, bleibt letztendlich Ihnen überlassen. Wenn Sie Ihren Hund zu Jagdprüfungen oder überhaupt jagdlich führen, sollten Sie natürlich die gewohnte Pfiff und Triller Pfeife einsetzen.

Nehmen Sie am besten ein Handy auf Ihren Spaziergängen mit. Dies ist nicht nur im für den Fall des Entlaufens äußerst sinnvoll, sondern leistet auch gute Dienste, falls Sie oder der Hund sich unterwegs verletzen. Benachrichtigen Sie Verwandte oder Bekannte, die im Umkreis suchen können, während Sie auf Ihren Hund warten. Mancher Hund kehrt, falls Sie mit dem Auto unterwegs waren, auch auf den Parkplatz zurück, um dort am Auto auf Sie zu warten.

Legen Sie eine gebrauchte  Decke, ein Handtuch oder einen Ihnen gehörenden Gebrauchsgegenstand in der Nähe des Ortes des Verschwindens so ab, dass nicht jeder Passant sie sehen und damit in Unkenntnis der Sachlage,  entfernen kann. Sollte der Hund nicht spätestens nach zwei Stunden wieder auftauchen oder gefunden werden, fahren Sie  zuerst die Strecke zu Ihrem Wohnort langsam ab, und sehen auf jeden Fall zu Hause nach. Unter Umständen wartet Ihr Hund schon vor der Haustüre auf Sie.

Sollte dies nicht der Fall sein, gehen Sie wie oben vor. Sinnvoll kann es auch sein, die Forstdienststelle zu benachrichtigen, damit der Förster Bescheid weiß, und Ihren Hund nicht als wildernden Hund erschießt.

 

Hund im Urlaub entlaufen

Hier wird es natürlich besonders schwierig, da Sie schließlich nicht ewig an Ihrem Urlaubsort bleiben können. Warten Sie relativ lange Zeit am Ort des Verschwindens auf Ihren Vierbeiner und gehen Sie anschließend in Ihr Hotel, zum Campingplatz oder zu Ihrem Ferienhaus zurück. Achten Sie unbedingt darauf, bei Suchmeldungen den Ort des Verlustes, sowie ihren eigentlichen Wohnort bekannt zu geben. Benachrichtigen Sie auf jeden Fall den zuständigen Tierschutzverein, oder Tierschützer vor Ort,  damit Sie umgehend beim Auffinden des Hundes benachrichtigt werden können.

Das ist besonders dann wichtig, wenn der Hund im Ausland verschwunden ist. Handelt es sich bei dem Gebiet, in dem Sie Ihren Hund zuletzt gesehen haben, um ein Grenzgebiet, ist es angebracht, auch im/in den angrenzendem(n) Land oder auch Ländern, Polizei, grenznah liegende Tierschutzvereine und die Register für vermisste Haustiere zu benachrichtigen.

Falls Sie dort Plakate in Auftrag geben, achten Sie darauf, dass ein Teil in der Landessprache und auch in Englisch verfasst wird.

 

Hund gesichtet, aber nicht einfangbar

Auch das kommt vor, Ihr entlaufenes Tier wurde zwar in einem bestimmten Bereich gesichtet, ist aber so verstört, dass es sich auch von Ihnen nicht einfangen lässt. Hier sollten Sie eine Karte anlegen, in der Sie alle Sichtungen eintragen, um die Bewegungsrichtung und das Aufenthaltsgebiet Ihres Hundes eingrenzen zu können.

Versuchen Sie, wenn möglich,  den Trick mit einem zweiten Hund, bei Rüden kann auch eine läufige Hündin äußerst hilfreich sein.

Das Einrichten einer Futterstelle, sofern dies die Verkehrsverhältnisse zulassen, kann ebenfalls zum Erfolg führen, auch eine offenstehende Autotüre bringt manchen noch so scheuen Vierbeiner dazu, einzusteigen. Wenn alle Stricke reißen, sollten Sie es mit Hilfe eines Profis vom Tierschutz und einer Lebendfalle probieren.

Achtung: Derartige Fallen müssen laufend kontrolliert werden. Beziehen Sie deshalb Bekannte, Tierschutzvereine oder andere Organisationen ein. Damit sich das gefangene Tier nicht in seiner Panik verletzt, sollte die Aufenthaltszeiten darin so kurz wie möglich gehalten werden!

Auch im Internet lassen sich gegen Bezahlung - versteht sich - inzwischen professionelle Tierfänger finden, die eine gute Erfolgsquote aufweisen können.

Fragen Sie im Zweifelsfalle bei verschiedenen Tierschutzorganisationen nach.

 

Hund gerade übernommen und schon entlaufen

Auch diese Variante tritt  in letzter Zeit verhältnismäßig häufig auf. Der  gerade aus dem Tierschutz übernommene Vierbeiner gerät in einer ungewohnten Situation in Panik und entwischt, womöglich noch am Flughafen oder bei der Übergabe unterwegs aus der Box, durch eine versehentlich offenstehend gelassene  Tür, aus dem Garten, entwindet sich bei einem Spaziergang aus dem Halsband oder Geschirr oder entreißt Ihnen die Leine und, und ..............

Versuchen Sie jetzt einen einigermaßen kühlen Kopf zu bewahren, ich weiß aus eigener Erfahrung,  wie schwer das ist, aber Panik bringt Sie auch nicht ein Stück weiter.

Hier sollten Sie, entgegen der obigen Ratschläge, gar nicht erst darauf warten, dass der Hund  von selbst zurückkommt. Informieren Sie unter allen Umständen umgehend den Verein oder das Tierheim, oder auch den Vorbesitzer, bzw. die Pflegestelle. Keine Angst, man wird Ihnen in der Regel keinerlei Vorwürfe machen, sondern sofort versuchen, dem Hund und Ihnen zu helfen. Das heißt natürlich nicht, dass Sie tatenlos zusehen sollten, wie man Ihren Hund wieder einfängt, auch Sie sollten nach Rücksprache mit der Organisation sich zumindest bemühen, Ihren Teil zum Erfolg der Aktion beitragen.

 

Zu guter Letzt

Bitte benachrichtigen Sie auf jeden Fall alle Stellen, bei denen Sie Ihren Hund als vermisst gemeldet haben, wenn Ihr Hund wieder glücklich mit Ihnen vereint ist, aber auch dann, wenn Ihr Tier leider nur noch tot aufgefunden werden konnte. Eine Auflistung aller informierten Stellen leistet hierbei gute Dienste, so können Sie sicher sein, niemand vergessen zu haben. Sorgen Sie auch dafür, dass alle Suchplakate umgehend wieder entfernt werden.

Auch wenn Sie keine Belohnung ausgelobt haben, freut sich der ehrliche Finder sicher über ein kleines Dankeschön.

 

 

Wichtige Adressen:

 

TASSO

www.tasso.net

Haustierregister des deutschen Tierschutzbundes

www.deutsches-haustierregister.de

Transponderabfrage Länderübergreifend

www.petmaxx.com

www.krambambulli.d

 

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Thema des Monats September 2015

 

 Haustierdiebstahl, Erpressung. Fundunterschlagung

  

Vorbeugung allgemein

Ihr Hund sollte tätowiert  sein oder einen Transponder (Chip) implantiert haben. Für den Fall  dass es sich bei  Ihren Hund um einen Rassehund vom Züchter oder aus dem Tierschutz handelt, brauchen Sie sich in der Regel nicht darum zu kümmern, denn dies wurde dann bereits vom Zuchtwart oder vom Tierarzt erledigt.

 

Lassen Sie Ihren Hund unbedingt mit Chip- oder Tätowiernummer und weiteren besonderen Kennzeichen bei einem der Haustierregister z.B. TASSO oder Deutscher Tierschutzbund eintragen. Es ist sinnlos, wenn Ihr Hund zwar gekennzeichnet, aber nirgends eingetragen ist. Dort hilft man Ihnen im Falle des Verlustes auch weiter. Hilfreich ist es, wenn Ihr Hund z.B. die TASSO Marke auch am Halsband trägt.

 

Legen Sie sich für Ihren Hund eine Mappe an, in der Sie alle zum Tier gehörenden Papiere, wie Stammbaum, Tierausweis (z. B. von  TASSO) Impfbücher usw. aufbewahren.

 

Einige Photos Ihres Hundes sollten Sie auch dazulegen. Achten Sie darauf, dass diese immer aktualisiert werden. Wenn Ihr Hund im Alter von acht Jahren abhanden kommt, nutzt ein Photo, welches ihn im Alter von acht Wochen zeigt, nichts. Besitzen Sie einen lebhaft gefärbten Hund, wie z.B. einen Irish Red and White Setter, sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihren Hund von vorne, sowie  von rechts und links ablichten. Machen Sie sich Notizen über Besonderheiten wie Narben, verschieden farbige Augen, auffällige Verhaltensweisen oder Vorlieben Ihres Hundes. Auch die ungefähre Größe und das Gewicht sollten Sie notieren.

 

Vergessen Sie nicht, die Mappe mindestens zweimal im Jahr zu aktualisieren. Im Notfall hat man selten einen klaren Kopf, um wichtige Details aus dem Stegreif zusammen zu bekommen. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt, wie allgemein oder ungenau Halter ihren vermissten Vierbeiner beschreiben, oft gibt es gar keine Fotos. Dabei gilt  auch hier: Umso genauer die Beschreibung, desto wahrscheinlicher, dass der Hund zweifelsfrei identifiziert und  auch zurückvermittelt werden kann.

 

Natürlich lässt sich dem Haustierdiebstahl, genau wie dem Entlaufen,  zwar vorbeugen, eine totale Sicherheit gibt es aber auch hier nicht.

 

  

Motive für Diebstahl und Fundunterschlagung

 

Die Motive für die Entwendung oder Unterschlagung  eines Hundes sind durchaus verschieden. Manche Leute glauben sogar, im Interesse des Hundes zu handeln, indem sie ihn aus seiner vermeintlich unguten Situation befreien und verstecken. Andere wiederum sind vom Wunsch nach gerade diesem Vierbeiner oder zumindest dieser Rasse besessen, möchten oder können aber kein Geld für den Erwerb  investieren. Manche Finder sind auch, in der irrigen Annahme, dass ein herrenloses Tier sofort in ihren Besitz übergeht, nicht Willens, das Fundtier auch wieder zurückzugeben, eine weitere Gruppe handelt ganz gezielt, um mit dem Verkauf der entwendeten Hunde Geld zu erlangen oder  auch mit der Absicht, ein hohes Lösegeld  vom Halter zu erpressen.

 

 

 Methoden

 

 

Hunde werden meistens vor Ladentürenaus Autos  oder aus Gärten gezielt  entwendet.

 

Binden Sie deshalb Ihren Hund, wenn möglich, nicht vor Ladentüren oder anderweitig z. B vor den Eingang der Arztpraxis, an. Überlegen Sie ganz genau, ob der Hund Sie  wirklich unbedingt zum Einkaufen, zum Arzt oder Friseurbesuch, beides dauert in der Regel Stunden, begleiten muss. Lassen Sie Ihren vierbeinigen Begleiter in diesem Fall  lieber zu Hause. Dort ist er in der Regel besser aufgehoben. Falls Ihr Hund zu den Exemplaren gehört, die alleine gelassen zu übermäßigem Bellen oder gar zur Zerstörung aller möglichen Einrichtungsgegenstände neigen, bitten Sie einen Nachbarn oder Bekannten, auf den Hund aufzupassen. Oder geben ihn in Städten in einer Hundetagesstätte ab.

 

Auch spezielle Schlösser an den Anbindevorrichtungen, die vor Geschäften häufig zu finden sind, nutzen wenig gegen Diebstahl, da der Hund schnell vom Halsband und der Leine befreit werden kann, bzw. Leine oder Kette durchtrennt werden können. Der Glaube, dass Passanten, die man nur kurz bittet, den Hund zu halten, immer vertrauenswürdig sind, erweist sich ebenfalls oft als falsch.

 

Auch Ihr Auto ist kein sicherer Platz für den Hund. Wenn Sie ihn doch einige Minuten, keinesfalls Stunden,  im Auto lassen müssen, achten Sie unbedingt darauf, dass alle  Autotüren abgesperrt sind.

 

Schon mancher Hundehalter musste erkennen, dass seine Meinung, der Hund selbst wäre Abschreckung genug, irrig war. Es gab auch schon Fälle, in denen Auto samt Hund entwendet wurden. Gut verschlossene  Autotüren bringen in der Regel aber nichts, wenn man vergisst, auch die Heckklappe abzuschließen. So mancher Vierbeiner wurde schon auf diesem Weg  aus dem Auto entwendet. Stellen Sie Ihr Auto, wenn möglich so ab, dass  Sie es samt Hund im Blickfeld behalten können. Im Parkhaus sollten Sie unter keinen Umständen einen Hund im Auto zurücklassen, auch wenn dieser noch so schön schlummert!

 

Lassen Sie Ihren Hund nicht unbeaufsichtigt im Garten. Falls eine Tür  direkten Zugang von außen zum Garten bietet, achten Sie darauf, dass dieser Eingang abgesperrt ist, zumindest immer dann, wenn der Hund sich alleine draußen befindet. Spätestens dann, wenn Sie das Haus verlassen, sollte der Platz Ihres Hundes im Haus sein. Sperren Sie sämtliche Türen, die ins Freie führen, ab. Es gibt Hunde, die mit spielerischer Leichtigkeit Türen öffnen und so ins Freie gelangen. Bitten Sie auch  Nachbarn,  ein Auge auf Ihr Haus  und Ihren Vierbeiner zu haben. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Umzäunung, Löcher, halb umgefallene oder viel zu niedrige Zäune, die man ohne weiteres übersteigen kann,  machen es Dieben besonders  leicht, Ihre(n) Hund(e) zu entwenden.

 

Nachts gehört der Hund ins Haus. Schon so mancher Hund, der in der Nacht  draußen Haus und Hof bewachen sollte, wurde im Schutz der Dunkelheit entwendet.

 

Gartenkolonien, Schuppen oder Garagen sind nicht nur kein artgerechter Aufenthaltsort für Ihren Hund, auch abgelegene  Grundstücke mit Zwingeranlagen fordern geradezu zum Diebstahl heraus. Vorhängeschlösser und Maschendrahtzaun sind bekanntlich  kein Problem für einen Bolzenschneider.

Fälle, bei denen der freilaufende Hund einfach mitgenommen wird oder gar gewaltsam  entrissen wird, kommen zum Glück nur selten vor. Dagegen gibt es leider überhaupt kein Mittel.

 

Wobei man annehmen kann, dass ein Vierbeiner, der nicht übermäßig freundlich zu vollkommen fremden Personen ist, in jedem Fall weniger gefährdet ist, als ein Hund, der sich vertrauensvoll  jedem Unbekannten  nähert, und womöglich sogar freiwillig mitgeht.

 

Eine weitere Variante, sich unrechtmäßig  in den Besitz eines Vierbeiners zu bringen,  besteht darin, auf  Verkaufsanzeigen zu antworten, sich den Hund zeigen zu lassen, und in einem unbeobachteten Augenblick mit dem Tier zu verschwinden. Auch einige Züchter wurden schon Opfer solcher Machenschaften. Deshalb sollten Sie sich  beim ersten Besuch eines möglichen Interessenten niemals auf einen Probespaziergang einlassen, oder sich mit ihm auf weiter Flur treffen. Vereinbaren Sie grundsätzlich einen Termin bei Ihnen zu Hause und  geben Sie den Hund nicht aus der Hand, bis ein gültiger Vertrag geschlossen wurde. Hierfür sollten Sie unbedingt die Ausweis- oder Passnummer des Interessenten geben lassen.

 

Es wurden auch schon vereinzelt Fälle bekannt, in denen Hunde mit Hilfe eines anderen Hundes, z.B. eine läufige Hündin zieht  Rüden magisch  an, vom Besitzer oder über  den Gartenzaun weg in ein  Auto gelockt wurden. Professionelle Tierdiebe verwenden auch ganz bestimmte Lockstoffe, um des Tieres habhaft zu werden.

 

Seien Sie auch misstrauisch, wenn Sie zu Ihrer Haustierhaltung, meist telefonisch, befragt werden sollen. Häufig werden Ihnen so im Vorfeld Informationen für einen möglichen Diebstahl oder eine Entführung Ihres Vierbeiners entlockt.

 

Wenn Ihr Tier, auf welche Weise auch immer,  unter Umständen abhanden kam, die auf einen Diebstahl schließen lassen, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle. Melden Sie den Hund mit dem Vermerk "wurde gestohlen" bei  der Stelle, bei der Ihr Haustier hoffentlich registriert ist, als vermisst. Übrigens kann man auch per Internet Anzeige bei der Polizei erstatten.

 

Anschließend gehen Sie genauso wie bei einem entlaufenen Hund vor. Alarmieren Sie Tierschutzvereine und Tierheime, Tierärzte, Straßenmeistereien im weiten Umkreis und auch alle umliegende Forstdienststellen. Unter Umständen wurde Ihr Tier nämlich vom Dieb bereits ausgesetzt und irrt umher. Informieren Sie Bekannte auch in weiter entfernten Orten.

 

Drucken Sie Plakate mit Angaben zum Tier oder besorgen Sie sich welche  über TASSO  oder eine andere Organisation. Loben Sie möglichst keine Belohnung aus, das ruft meist  nur Trittbrettfahrer auf den Plan, oder verführt auch einen möglichen Finder dazu, das Tier einfach zurückzubehalten und abzuwarten, ob die Belohnung noch steigt, oder auch, um telefonisch eine höhere Belohnung von Ihnen  zu fordern.

 

Andere kriminelle Methoden rund um das  Verschwinden eines Haustieres

 

Grundsätzlich muss man beim Diebstahl eines Haustieres zwischen dem gezielten Diebstahl und der so genannten "Fundunterschlagung“ unterscheiden.

 

Die Fundunterschlagung betrifft in der Regel ein von selbst entlaufenes Haustier, wobei es neben dem einfachen Zurückhalten eines Tieres durch nicht anzeigen des Fundes, noch  besonders böswillige Varianten gibt:  Menschen,  die Ihr Haustier zufällig  gefunden haben, versuchen, ein hohes Lösegeld für die Rückgabe zu erpressen.

 

Es gibt aber auch Leute, die gezielt nach Verlustmeldungen im Internet, Zeitungen  und in Form von Plakaten suchen, und Ihnen dann telefonisch vorgaukeln, Sie hätten Ihr Tier, meist im Ausland,  gefunden, um dann von Ihnen Überführungskosten, natürlich im Voraus, zu verlangen. Es versteht sich, dass Sie weder das Tier zurückbekommen, noch das Geld wieder sehen.

 

In der Regel ist es schwierig, selbst zu erkennen, ob die Anrufer  wirklich im Besitz Ihres Vierbeiners sind. Schreiben Sie deshalb in Suchanzeigen niemals die Täto- und auch die Transpondernummer voll aus. Oder geben Sie von vornherein nur an, dass das Tier gechipt und tätowiert ist. Auch besondere Kennzeichen gehören nicht auf ein Suchplakat oder in die Suchanzeige. So können Sie gezielt  den angeblichen Finder nach der vollständigen Transpondernummer bzw. nach der vollständigen Tätowierung, oder eben besonderen Kennzeichen   fragen, die er ohne das Tier  zu kennen, nicht wissen kann. Somit können Sie zumindest sichergehen, dass der Anrufer wirklich Ihr Tier in seinem Gewahrsam  hat.

 

In den geschilderten Fällen-hier handelt es sich um Erpressung bzw. Betrug-,  hilft es nur, die Polizei zu benachrichtigen, und wenn möglich eine Übergabe zu vereinbaren, bei der dann seitens der Polizei  zugegriffen werden kann. Versuchen Sie bitte nicht, auf eigene  Faust zu agieren, da Sie unmöglich beurteilen können, ob es sich um "harmlose" oder hochkriminelle Betrüger handelt.

 

Eine weitere, allerdings  kostenintensive, Möglichkeit ist es, eine Detektei oder am besten einen Tierdetektiv einzuschalten. 

 

Inzwischen gibt es eine weitere relativ neue Methode. Nach dem Absuchen diverser Vermisstseiten wird der Besitzer spät nachts telefonisch kontaktiert. Man behauptet, dass das Tier gefunden wurde, und am nächsten Tag im Tierheim oder einer anderen Stelle abgeholt werden kann. Der Halter wird aufgefordert,  weitere Informationen über eine teuere 0180 Nummer einzuholen. Dies verursacht natürlich nur Unkosten, und spielt zudem in perfider Art und Weise mit den Gefühlen der Besitzer vermisster Tiere. In solchen Ausnahmesituationen greifen die verzweifelten Halter nämlich meist nach jeden Strohhalm und lassen jegliche Logik und Vorsicht außer Acht. Wer solche Anrufe erhält, sollte unbedingt Strafanzeige erstatten.

 

Wichtige Adressen:

TASSO

www.tasso.net

Haustierregister des deutschen Tierschutzbundes       

www.deutsches-haustierregister.de

Bundesweite, sehr umfangreiche Datenbank mit Vermisst- und Fundmeldungen

www.find-mich-fix.de

 

 

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 Thema des Monats Januar 08

 

 

 

Hundeexperten!?

 

 

Wer einen Blick in die Fernsehzeitschriften, Zeitungen  oder in die Bücherlisten wirft, stellt rasch fest, wir leben im Zeitalter der Experten, ja es wimmelt geradezu von ihnen. Kaum ein Gebiet, für das es nicht die passenden Ratgeber, in Form von Fernsehsendungen, Videos , Büchern. Kursen und Beratungen gibt. Einigermaßen verwundert stellt man fest, dass der einzelne Mensch  heutzutage wohl nicht mehr in der Lage ist,  ohne entsprechende Beratung auszukommen.

Da gibt es Ernährungs- Einrichtungs-, Styling- und Erziehungsberatung für Kind und Hund und das alles durch so genannte Experten. Auf das, was ich als ausgebildete Erzieherin von dem Supernanny Hokuspokus halte, möchte ich hier nicht näher eingehen, denn diese Seite ist schließlich nicht den Zweibeinern, sondern den  Settern, und allen anderen Hunderassen gewidmet.

Die Vielzahl der Sendungen, Bücher und Zeitschriften erscheint dann auch eher verwirrend, als wirklich  hilfreich. Nicht nur als Hundehalter steht man mit offenem Mund Unmengen "guter“"Ratschläge gegenüber und staunt förmlich Bauklötze, über das, was einem da vermittelt werden soll. Nach einiger Zeit stellt man dann, sofern man sich noch ein  kleines bisschen Kritikfähigkeit bewahren konnte,  ernüchtert fest, desto mehr man davon sieht , hört und liest, umso ratloser und verunsicherter fühlt man sich.

Fast jeder Sender hat heute seine Beratungsshows, denn nichts anderes sind diese Sendungen, für Hundehalter  oder solche, die es noch werden wollen. Dazu gibt es selbstverständlich das passende Buch, das Video, Kurse, Vorträge, Beratungsangebote und das "richtige" Erziehungszubehör,  für teueres Geld, versteht sich. Da empfiehlt die Hundenanny im TV immer wieder ein so genanntes Sprühhalsband, das ähnlich wie das „wunderbare“ Reizstromgerät funktioniert, nur dass der Hund, im Falle eines Fehlverhaltens keinen Stromreiz erhält,  sondern mit einem unangenehm zischenden Druckluftstoß bestraft wird. Kurz darauf kann das dankbare Fernsehpublikum begeistert mit eigenen Augen sehen, wie  wunderbar doch die angepriesenen Methoden immer und überall wirken, bzw. wie gut der Hund dadurch „funktioniert“. Oder vielleicht doch nicht? An dieser Stelle möchte ich davor  warnen, alles was man  durch die gängigen Medien vorführt bekommt, auch für bare Münze zu nehmen.

Vor Jahren war der örtliche Fernsehsender- zugegeben auf unsere Einladung hin- zweimal bei uns zu Gast, und drehte  Kurzreportagen über unseren Wurf Irish Red and White Setter und  über Ronjas damaligen Einsatz als Besuchshund im örtlichen Altenheim. Wer hat denn schon wirklich Ahnung, wie lange es dauert und wie viele Einstellungen benötigt werden,  bis eine scheinbar authentische Szene im Kasten ist?  Hier wird, das kann ich aus eigener Erfahrung versichern, nichts dem Zufall überlassen. Wie oft mussten wohl die einzelnen Szenen  gedreht werden, bis die  Hunde das gewünschte Verhalten mehr oder weniger zufällig zeigten? Welche, für den Zuschauer natürlich nicht  ersichtlichen,  Taschenspielertricks mussten angewandt werden, bis die Nanny stolz das tolle Ergebnis ihrer Bemühungen vorzeigen konnte, und wie viele Szenen wurden, gekonnt geschnitten, zu einer einzigen Sequenz verschmolzen? In der Regel bestimmt der Redakteur, wie die „Livereportage“ oder die „Dokumentation“ am Ende aussieht, das Konzept  ergibt sich nicht aus dem Verlauf,  sondern steht von Anbeginn schon fest. Alles,  was nicht in das Drehbuch passt, wird folgerichtig einfach weggelassen, und das ist meist mehr Material, als das Fernsehpublikum dann überhaupt zu sehen bekommen  wird.

Aber zurück zum Sprühhalsband. Was bringt dieses, als effektive Erziehungshilfe angebotene Gerät wirklich? Echten Nutzen haben meiner Meinung nach nur die Hersteller und Vertreiber davon. Ängstliche, stark verunsicherte Hunde werden unter Umständen ein Trauma erleiden, welches neue, eben andere Probleme mit sich bringt, während nervenstarke und gewitzte Hunde schnell herausfinden werden, dass sie das von ihnen erwünschte Verhalten nur zeigen müssen, wenn sie diesen unangenehmen Kasten am Halsband tragen.

Ein für mich, als Setter- und damit auch Jagdhundehalterin, ebenfalls unerfreuliches Kapitel sind die Bücher, die dazu beitragen sollen. den Hunden das -seitens der Besitzer unerwünschte Jagdverhalten- abzugewöhnen. Es stellt sich hier die dringliche Frage, welchen Grund kann es geben,  den Hunden ihr angewölftes, und damit durchaus natürliches Verhalten „abzuerziehen“? Ein Buch, welches über die Eigenschaften und Bedürfnisse der einzelnen Jagdhunderassen gezielt informiert und potentielle Interessenten, die womöglich nur eine ausgefallene Rasse zum Repräsentieren und als reine Sofadekoration suchen, vor der Haltung eines hochpassionierten Jagdhundes warnt, erscheint- sicher nicht nur mir- als weitaus sinnvoller- aber dafür würde sich höchstwahrscheinlich kein Verlag finden,  weil man dadurch ja potentielle Abnehmer von weiteren Hunderatgebern damit verlieren könnte.

Und so gilt hier, wie da,  weiterhin leider „lieber Masse, statt Klasse.

So werden den Hundehalter höchst „interessante“ Ansätze vorgeführt, wie man den Hund mittels Schlepp- und Feldleine das Jagen abgewöhnt. Leider kann man  keinen Hinweis darauf finden, bei welcher Rasse diese Methode funktioniert hat. Eines ist zumindest richtig, der Hund kann nicht jagen, solange er sich an den entsprechenden Leinen befindet, die entsprechenden Ansätze sofort rigide unterbinden.  Die Annahme aber, der Hund würde nach einiger Zeit auch ohne Leine das unerwünschte Verhalten nie mehr zeigen, ist ein Trugschluss. Sicher wird es einige Tiere geben, die sich  nur noch in der Nähe ihres Führers aufhalten, die meisten werden aber nach einige Tagen oder auch  Wochen, die für sie äußerst erfreuliche Entdeckung machen, dass nun niemand mehr das Jagdverhalten rüde unterbricht oder gar verhindert. Ein Grund mehr für den Vierbeiner , sich besonders gründlich auszutoben. Und was dann? Folgt nun der  Griff zu deutlich härteren Methoden, sogar zum Reizstromgerät? Landet man letztendlich dann doch bei  zweifelhaften  Erziehungsmethoden, die  man ja angeblich mit obigen Ratgebern verhindern möchte?

Da es in diesem Artikel ja um Hundeexperten und solche, die sich dafür halten,  geht, komme ich nicht umhin, an dieser Stelle auf eine weitere Expertin einzugehen, die untere anderem ein Buch zur Bachblütentherapie auf den Markt gebracht hat. Erstaunlicherweise findet sie mit ihren Artikeln, in denen Bachblüten, verbunden mit allerlei psychologischen Ratschlägen, vorgestellt werden, geradezu riesigen Anklang bei den Chefredakteuren der meisten deutschen Hundezeitschriften. Eigentlich hätte ich- zumindest einigen von ihnen- etwas mehr kritische Auswahl der Artikel und Fachleute, gerade auf dem Gebiet der Hundepsychologie zugetraut. Bei  Bachblüten und deren mögliche Wirkung reichen meine bisherigen Erfahrungswerte leider nicht aus, um mir hier ein abschließendes  Urteil  erlauben zu können, anders sieht es jedoch mit den hundepsychologischen Tipps aus. Soviel ich in Erfahrung bringen konnte, lassen diese nicht nur mir, als jahrelange Mehrfachhundehalterin  die Haare einzeln zu Berge stehen, beim sorgfältigen Lesen des Buches erhält man den Eindruck, dass beinahe alle kynologischen  Erkenntnisse der vergangenen  zwanzig  Jahre geradezu spurlos an dieser Autorin vorübergegangen sind. Davon, dass es nicht nur Einzelhundehaltung gibt, scheint die Dame auch noch nie etwas gehört zu haben

 Hier wird unter anderem auch „Wissen“ vermittelt, das  eigentlich als Basiswissen vor einer angestrebten Hundehaltung vorhanden sein sollte. Hundehalter, die durch dieses Buch tatsächlich etwas Neues erfahren, sollten sich nicht wundern, wenn sie ein Hundeproblem haben.

 

Fazit des Ganzen: Alle Superexperten auf dem Gebiet der Kynologie übersehen in der Regel vor allen Dingen das Wichtigste : In der Regel hat der Hund keine Problem mit seinem Verhalten, welches ihm, bis auf wenige Ausnahmen, in den meisten Fällen Befriedung verschafft, derjenige, der das Problem hat, ist der Halter! Dieser will, aus welchen Gründen auch immer, bestimmte Verhaltensweisen des Hundes nicht akzeptieren. Selbstverständlich kann einiges am Hundeverhalten nicht hingenommen werden, denn auch die Freiheit eines Hundes hört spätestens an einem Punkt auf, an dem andere Zwei- und Vierbeiner durch den Hund gefährdet werden. Trotzdem ist in meinen Augen der Ansatz, dahingehend, dass nur der Hund sein Verhalten ändern muss, falsch. Wer Hundehaltern und auch Nichthundehaltern vermittelt, es gäbe das Patentrezept für die Erziehung, man müsse nur genügend Härte dem Vierbeiner gegenüber zeigen, verhält sich meienr Meinung nach, grob fahrlässig.

Obwohl  wir den Hund immer noch  –zumindest in der Rechtssprechung- als Sache betrachten, und- typisch menschlich, auch dazu neigen, vom Hund perfektes Funktionieren- etwas, wozu nichts und niemand, , keine Maschine- auch die „Krone der Schöpfung“, der Mensch-  in der Lage ist, zu verlangen,  müssen wir endlich begreifen, dass dieser Anspruch unrealistisch und nicht erfüllbar ist.

Ansonsten entsteht beim unbedarften Halter durch die Experten, deren Werke und Aussagen der Eindruck, dass der Hund einfach nicht „therapierbar“ ist. Als Folge werden junge, gesunde Hunde dann zum Tierarzt zum Einschläfern gebracht, oder landen zumindest in den Tierheimen,  nur weil ihr Verhalten nicht den Wünschen des Halters entspricht und häufig nur aus der Sicht  des Besitzers nicht tragbar erscheint. Dieser  schafft sich schnellstens einen neuen besseren Hund an und zeigt sich nach einigen Monaten dann verwundert, weil wieder die alten oder auch ganz neue Probleme mit diesem auftreten.

Um wie viel  sinnvoller wäre es, bei nicht ausgelasteten und deshalb gelangweilten Hunden, die sich selbst durch Streunen und Zerstören Zerstreuung und Erfolgserlebnisse schaffen, echte Beschäftigungsalternativen aufzuzeigen, z.B ein Programm zu entwickeln, welches dazu ausgerichtet ist, nicht nur den Hunden, die tatsächlich jagdlich geführt werden, beizeiten Gehorsam vor dem Wild beizubringen. Auch könnte man durchaus den Haltern vermitteln, dass ein Jagd- oder Windhund unter gar keinen Umständen für Menschen geeignet ist, die sich die Hundespaziergänge lieber mit ach so interessanten Gesprächen mit anderen vertreiben, und ihre Aufsichtspflicht für ihren Vierbeiner dabei grob vernachlässigen.

Aufklärung wäre hier das A und O. Prophylaxe und Prävention sollte das Gebot der Stunde sein.

Statt mit irgendwelchen Patentrezepten aufzuwarten, wäre es sinnvoller, zu vermitteln ,dass es einfach Menschen gibt, die sich die falsche Hunderasse angeschafft haben, oder auch überhaupt nicht als Hundehalter geeignet sind. Übersteigerte  Erwartungshaltungen an den Hund  und überzogenes Anspruchsdenken  überhaupt, wieder auf ein vernünftiges Maß herunterzuschrauben, so könnte die Botschaft oder Message, wie man auf gut Englisch sagt,  der „Experten“ an die „Laien“ lauten

Dies wird aber mit Sicherheit nie passieren, denn die Experten möchten ihre „Produkte“ in Form von Büchern, Videos, Kursen, Vorträgen und Beratungen auch an den Mann bzw. die Frau bringen, und dabei wären solch deutliche Worte eher geschäftsschädigend, welcher Sender, Verklag oder auch Hersteller von Erziehungshilfen möchte schon gerne einen Zuschauerrückgang oder einen Umsatzeinbruch erleben?

Und so bleibt mancher Hund, dem ja angeblich geholfen werden soll, irgendwann auf der Strecke, wird letztendlich zum Opfer der vom Halter in Anspruch genommenen Fachleute.

 

Sollten Sie wirklich aufgrund schwerer Verhaltensstörungen  „professionelle“ Hilfe in Anspruch nehmen wollen oder müssen, nehmen Sie  die Spezialisten und deren Produkte vorher sehr kritisch unter die Lupe.“ "Nicht jeder, der einen Bart trägt, ist deshalb  schon ein Prophet“, wie ein arabisches Sprichwort so treffend sagt.

Auch Methoden, die  für Nachbars Purzel ausgezeichnet  geeignet waren, müssen noch lange nicht richtig und gut für Ihren Hund sein, schließlich  ist jedes Lebewesen einzigartig.  

 

 

 

 

 

 
Thema des Monats Dezember 07

 
 
 
 
 
Weihnachtliches Dekorieren mit dem Dackel
 
 
Kurz vor dem 1. Advent, wurde es Zeit, den Balkon mit einer Weihnachtskette zu schmücken. Ich zog mich warm an, denn es pfiff ein kalter Wind, holte mir die Leiter und die Weihnachtskette, stülpte sogar dicke Stiefel über und machte mich daran, "mal eben" die Kette anzubringen.
 
 
Natürlich war Motte sofort dazu bereit, mir zu helfen und schleppte den Besen heran, der in einer Balkonecke stand. "Recht hat sie", dachte ich und fegte erst einmal das alte Laub zusammen. Motte und der Wind spielten um die Wette mit den eben zusammengefegten Blättern und der Erde, die die Eichhörnchen und natürlich Motte aus den Blumenkübeln gegraben hatten. Ich nahm tapfer den Kampf auf und holte eine Schaufel, um schnell alles einzufangen. Derweil hatte Motte den Besen noch einmal durch das Zusammengefegte gezogen und bekam bei meinem Anblick einen wilden Rennanfall, der wegen des schönen Geräuschs der auseinanderfliegenden Blätter immer wieder durch den Blätterhaufen führte. Übermütig biss sie in den Besen und freute sich ihres Lebens, vor allem, als es ihr gelang, den Besen mitsamt der daran hängenden Erde und den Blättern ins Wohnzimmer zu zerren.
 
Das gab mir Gelegenheit, das Zusammengekehrte in einen Sack zu stopfen und endlich das Anbringen der Kette in Angriff zu nehmen. Natürlich war sie wieder hoffnungslos verknotet. Wer hatte sie bloß letztes Jahr so unordentlich in die Tüte gestopft? (Ich).
 
Gerade hatte ich die Kette ausgebreitet, da griff Motte ein. Sie packte sich ein Ende und marschierte los. "Motte, Nein!" Sie flitzte ins Wohnzimmer und dekorierte die Kette um einen Stuhl herum. Hier differierten unsere Vorstellungen über die Weihnachtsdeko erheblich. Ich befreite den Stuhl von der Kette, nahm das Ende mit nach draußen und stieg auf die Leiter. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie Motte erneut die Szene betrat, sich einem Blumenkübel widmete und heftig Erde herauswühlte. Ich beschloss, das nächste Mal erst zu fegen, nachdem wir unsere Arbeiten beendet haben.
 
Nun aber endlich die Kerzen angebracht! Der Dackel schlug sich derweil die letzten Überreste einer ausgebuddelten Wurzel um die Ohren. Hei, wie da der Dreck spritzte!
Ich kletterte von der Leiter, um zu verhindern, dass Motte mit den Wurzelresten im Wohnzimmer verschwand. Gerade wieder auf der Leiter, erschien sie mit meinem Schuh in der Tür, legte sich auf die Fußmatte und fing genüsslich an, darauf herumzukauen.
Meine Flüche von der Leiter herab wurden mit einem freundlichen Schwanzwedeln beantwortet. Ich stieg wieder runter und jagte ihr den Schuh ab.
 
Wieder auf der Leiter und sieben Kerzen weiter, musste ich sehen, wie Motte sich nun der Fußmatte bemächtigte und sie quer über den Balkon kratzte. Ich schaute weg und schaffte es fast, die Kette zu installieren. Fast. Es ging nicht mehr weiter, die Kette hing irgendwie fest. Ich folgte der Schnur und wen sah ich? Motte, die mit dem Ende davonzog. Ich schimpfte und zog zurück. Tauziehen - ein tolles Vergnügen "Grrr". Ich brach das Spiel sofort ab, stand nun zwar als Spielverderberin da, hatte aber die Kette gerettet.
 
Als ich ein letztes Mal nach getaner Arbeit von der Leiter stieg, trat ich auf einen Vollgummiball, der mich mit lautem "Juchu" zu einem Spagat veranlasste. Ich sammelte noch einen Handschuh, die Fußmatte, den Besen und meinen zweiten nassgesabberten Schuh ein, bevor ich mit meiner Helferin wieder ins Warme ging, wo wir uns beide zufrieden von drinnen die Lichterkette anschauten, offensichtlich ein sehr durabeles Exemplar, denn trotz der rustikalen Behandlung brannten alle Lämpchen.
 
 
 
 
Barbara Mürmann
 
 
 

Anmerkung:

Falls gerade kein Dackel zur Hand ist, und Sie aber die Szenerie gerne nachspielen möchten, das funktioniert ebenso gut mit jeder anderen Hunderasse und fast jeder Katze!
Viel Spaß und eine stressfreie Vorweihnachtszeit wünschen Silvia Gabler und Setter!
 
 

 

 

     

© 2007-2017 Silvia Gabler