Wie ärgere ich meine Nachbarn?

 

Hallo liebe Leser, aufgrund der Ereignisse der letzten Jahre, beantworte ich Anfragen weder per E-Mail noch per Telefon. Sollten Sie Fragen und Anregungen haben oder einfach nur Erfahrungen austauschen wollen, schicken Sie mir diese bitte schriftlich mit Angabe Ihrer vollständigen Ihrer Adresse!

  

 

"Dummheit ist eine seltsame Krankheit,

am wenigsten leidet der Betroffene darunter." 

Alle Angaben auf dieser Seite erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Äußerste Sorgfalt bei der Umsetzung ist indessen dennoch geboten. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die aufgrund der Anwendung der vorgestellten Methoden entstehen könnten. Sollte Ihr Nachbar Sportschütze oder gar Jäger sein, nehmen Sie besser vom der Verwendung der unten vorgestellten Methoden Abstand.

 

Kleine, nicht unbedingt ernst gemeinte, Anleitung. Wie ärgere ich meinen Nachbarn!? Der Leitfaden auf den Sie schon lange gewartet haben! Ihnen ist langweilig? In Ihrer Gegend sagen sich Fuchs und Hase "Gute-Nacht"? Ihr Ort stand noch nie in der BILD-Zeitung und überhaupt! Aber auch Ihnen kann geholfen werden und dies sogar zum Nulltarif. Mit diesem kleinen "MENSCH-ÄRGERE-DEINEN-NACHBARN-EFFEKTIV-BREVIER" schaffen es sogar sonst ganz unbedarfte Zeitgenossen nahezu mühelos, den harmlosesten, friedlichsten Nachbarn in kürzester Zeit auf 180 oder sogar auf die Palme zu bringen .

 

WARNUNG! Sollte Ihr Nachbar daraufhin wegziehen, müssen Sie sich umgehend ein anderes Opfer suchen, sonst können schwere Entzugserscheinungen und gesundheitliche Schäden bei Ihnen auftreten.

 

01. Beginnen Sie ganz behutsam, indem Sie niemals einen noch so freundlichen Gruß erwidern.
02. Führen Sie das unbedingt solange durch, bis Ihr Nachbar aufgibt, und seinerseits nicht mehr grüßt.
 03. Nun spielen Sie den Beleidigten und beschweren sich überall lauthals darüber, dass dieser unverschämte Mensch die Stirn hat, Sie nicht zu grüßen.
04. Erfinden Sie nun ein paar tolle Stories über den /die Nachbarn auch oder gerade dann, wenn Sie ihn/sie eigentlich nur vom Sehen kennen. Desto absurder, um so besser. Die meisten Menschen leben sowieso nach dem Motto :"Ich hab´meine feste Meinung, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen!" 
 05. Falls sich der gewünschte Erfolg noch nicht eingestellt hat, schlagen Sie nun eine wesentlich härtere Gangart ein.
 06. Parkt Ihr Nachbar öfters im Freien, na prima! Observieren Sie ihn unbedingt solange, bis er einmal falsch parkt.
 07. Rufen Sie jetzt sofort die Polizei, auch wenn Ihr Nachbar mit seinem Fahrzeug niemanden behindert. Er wird sich sicherlich hocherfreut über diese kleine Abwechslung im langweiligen Alltagstrott zeigen.
 08. Hält Ihr Nachbar gar Katzen mit Freilauf, haben Sie noch ein paar zusätzliche Schikanemöglichkeiten. Beschweren Sie sich als erstes einmal über den Dreck, den die Tiere hinterlassen und über die Tatsache, dass Katzen Vögel fangen.
 09. Sollte Ihr Nachbar um des lieben Friedens Willen klein beigeben und die Tiere aufgrund dessen im Haus lassen, kein Problem. Beschimpfen Sie ihn einfach als Tierquäler und alamieren Sie unverzüglich umliegende Tierschutzvereine. Schon kommt etwas Action in Ihre Gegend
 10. Hat Ihr Nachbar all die oben aufgeführten "LIEBENSWÜRDIGKEITEN" nahezu unbeschadet überstanden, hält aber zusätzlich zu den Katzen auch noch einige Hunde? Dies ist echt das Allerbeste!! Damit sind Ihnen Tür und Tor für alle möglichen und unmöglichen, wunderbaren Attacken geöffnet.
 11. Dürfen diese ekelhaften Köter womöglich in den nachbarlichen Garten?? Super, nun können Sie einfach behaupten, durch stundenlanges, permanentes Bellen gestört zu werden.
 12. Kläffen Sie zuerst Ihren Nachbarn persönlich an. Falls er die Frechheit hat zu behaupten, das wären seine Hunde gar nicht gewesen, schreiben Sie einen möglichst unverschämten  Brief, bei dem Sie getrost jeglichen Anstand vergessen dürfen.
 13. Hält Ihr Nachbarn nun die Hunde mehr im Haus? Darauf haben Sie doch nur gewartet. Beschweren Sie sich beim Tierschutzverein, dass die armen Hundchen nie raus kämen.
 14. Beschweren Sie sich zeitgleich beim Bürgermeister, dass die Hunde im Garten stundenlang bellen.
 15. Ihr Nachbar reagiert noch immer nicht wie gewünscht? Lassen Sie Ihn einen Brief von Ihrem Rechtsanwalt schreiben, dessen Wahrheitsgehalt auf jeden Fall unter 25% liegen muss.
 16. Zwischenzeitlich zeigen Sie Ihren Nachbarn mehrere Male bei der Polizei an, weswegen ? Na, Ihnen wird doch sicher etwas, ganz individuell auf Ihren lieben Nachbarn Zugeschnittenes einfallen.
 17. Vergessen Sie nicht, die Hunde Ihres Nachbarn kräftig zu provozieren, falls sich diese im Garten befinden und nicht bellen.
 18. Ihr Nachbar war so dämlich und hat seiner Hündin einen Wurf zugelassen? Nun kommt endlich IHRE große Stunde. Sie kennen einen Staatssekretär Ihrer Landesregierung ? Schreiben Sie diesen einen Brief mit genau den Anschuldigungen, die Ihr Nachbar vorher Tierschutz und Bürgermeister gegenüber entkräften konnte. Da die Regierungspartei sich über jede Wählerstimme freut, wird er umgehend eine Überprüfung ihrer Nachbarn beantragen. 
 19. Auch diese Aktion war erfolglos ? Nur nicht verzweifeln, gehen Sie zum Bürgermeister und beantragen, dass eine Gemeindeverordnung in Kraft treten soll, die nur noch das Halten eines Hundes pro Wohneinheit zulässt.
 20. Der Bürgermeister spielt schon aufgrund der Tatsache, dass man bei der Hundesteuer für den zweiten und dritten Hund besonders unverschämt zuschlagen kann, leider nicht mit ? Laufen Sie wieder zum Rechtsanwalt. Erzählen Sie diesem wahre Horrorstories über Ihre Nachbarn und vervielfachen Sie unbedingt die Anzahl der gehaltenen Hunde, erzählen Sie beispielsweise, der Nachbar würde sechzehn Hunde halten.
 21. Ihr Nachbar reagiert endlich auf den Brief. Streitet aber unverschämterweise ab, dass er so viele Hunde hält und behauptet, dass keine mehr als ortsübliche Belästigung vorliegen würde.
 22. Schlagen Sie jetzt gnadenlos zu. Verklagen Sie Ihren Nachbarn vor Gericht und zwar auf Beseitigung aller Hunde.
 23. Bleiben Sie hartnäckig bei Ihren Märchenstories, auch wenn der Nachbar alles widerlegen kann.
 24. Stimmen Sie auf gar keinen Fall einem Kompromiss zu.
 25. Sollte Ihr Nachbar die Frechheit besitzen, Ihrer Klage in seiner Klageerwiderung zu widersprechen, drohen Sie ihn einfach per Rechtsanwalt eine weitere Klage (Beleidigungsklage) an.
 26. Verlangen Sie von ihm die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung und die Übernahme der Rechtsanwaltskosten.
 27. Drohen Sie gleichzeitig mit einer Strafanzeige.
 28. Verzögern Sie das Verfahren um jeden Preis.
 29. Lassen Sie Ihren Anwalt einen Brief an das Gericht schreiben, in dem Sie sich über die lange Verfahrensdauer beschweren.
 30. Das Gericht weist Ihre Klage ab ? Macht nichts, es gibt ja noch die Berufung.
 31. Beschweren Sie sich, dass der Nachbar seine Hunde ruhig hält.
 32. Erzählen Sie den Richtern, dass die Hunde immer noch extrem laut bellen und Ihre Nachbarn die Ruhezeiten nicht einhalten würden.
 33. Behaupten Sie, der Nachbar würde doppelt so viele Hunde halten, wie er angibt.
 34. Erklären Sie, dass Sie zwar noch nie alle Hunde gleichzeitig gesehen hätten, die Anzahl aber anhand der Spaziergänge feststellen können.
 35. Stimmen Sie dann einen unsinnigen Vergleich zu, der Ihnen zwar auch nicht passt, aber sicher den Nachbarn ärgert.
 36. Beginnen Sie sofort nach Abschluss des Verfahrens wieder damit, die Nachbarn anzuzeigen.
 37. Observieren Sie Ihre Nachbarn Tag und Nacht, indem Sie stundenlang am Fenster hängen.
 38. Fordern Sie außerdem die Nachbarn über Ihnen auf, alle Spaziergänge Ihrer bösen, weil Hunde haltenden, Nachbarn mitzuschreiben.
 39. Bringen Sie mehrere Kameras an Ihrem Haus an, die natürlich nicht auf Ihr Grundstück zeigen, sondern auf die Straßen.
 40. Jetzt können Sie beruhigt abwarten, bis Sie endlich in der BILD-Zeitung stehen.
 41. Es ist nichts weiter passiert und schon über 13 Monate her, dass Sie vor Gericht so richtig viel Spaß hatten? Stellen Sie doch einfach einen Antrag auf Festsetzung eines Ordnungsgeldes, ersatzweise Ordnungshaft für Ihre ungeliebten Nachbarn beim Amtsgericht.
 42. Bei der Begründung hierfür dürfen Sie keinesfalls kleckern, da müssen Sie schon klotzen. Behaupten Sie doch, Ihre Nachbarn hätten gegen den Kompromiss nicht nur in einem Punkt, sondern gleich in allen Punkten verstoßen.
 43. Erfinden Sie frei eine möglichst große Anzahl von Hunden(13 ist eine schöne Zahl), erzählen Sie noch, dass die Nachbarn wieder einen Wurf hatten und überhaupt die Hunde wieder stundenlang bellen würden und und......
 44. Achten Sie darauf, mindestens zwei Mitstreiter zu haben, die bereit sind, jede noch so absurde Behauptung von Ihnen zu bestätigen, dann kann doch eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Waidmannsheil!!
 45. Ihre Nachbarn bestreiten alle Vorwürfe und weisen Ihnen sogar falsche Angaben nach. Nicht verzagen, lassen Sie Ihren Rechtsanwalt schreiben, dass Sie immer nur wahrheitsgemäß vorgetragen haben.
 46. Die Zeit vergeht und es wurde noch immer nicht über Ihren liebenswürdigen Antrag entschieden? Schreiben Sie an die Bezirksregierung und behaupten Sie, Ihre Nachbarn würden eine gewerbsmäßige Zucht betreiben. Die Tatsache, dass Ihre Nachbarn nur einen einzigen Wurf und das vor Jahren, hatten, sollte Sie dabei nicht weiter stören. Ihre Nachbarn werden den unerwarteten Besuch des Amtsveterinärs sicher als willkommene Abwechslung begrüßen. Vor allen Dingen aber werden sie hocherfreut sein, sich endlich einmal wieder mit einem intelligenten Menschen unterhalten zu können!
 47. Nachdem Sie hinter Ihrem Vorhang stehend, den Besuch und die Freude Ihrer Nachbarn beinahe hautnah erleben durften, fahren Sie unverzüglich in den Urlaub und bleiben solange, bis Ihre Nachbarn sich wieder von der freudigen Überraschung erholt haben. Es wäre Ihnen doch sicher peinlich, wenn Ihnen Ihre Nachbarn vor lauter Begeisterung um den Hals fallen würden.
 48. Wenn Sie nun noch durch geschicktes Timing dafür gesorgt haben, dass Ihre Nachbarn sieben Tage nach dem Besuch des Veterinärs, auch noch Ihre neuesten Ergüsse vom Amtsgericht bekommen, dürfte die Freude dieser keine Grenzen mehr kennen.
 49. Ein paar Bilder Ihrer Nachbarn, aufgenommen mit Ihrer Überwachungskamera, die die enorme Reichweite des Objektives dieser demonstrieren, sollten Sie unbedingt als Anlage beilegen.
 50. Sinnvoll ist es auch, schriftlich zu dokumentieren, dass Sie Ihren Nachbarn nicht nur abgelichtet, sondern auch noch abgehört haben.
 51. Nun können Sie sich bei Ihrer Heimkehr sicher über einige Dankschreiben in Ihrem Briefkasten und unter Umständen über ein bestens gelauntes Begrüßungskomitee freuen, das darauf brennt, mit Ihnen zusammen die Feier zum X-ten Geburtstag des Rechtstreites nachzuholen. Viel Spaß dabei!
 52. Das Gericht setzt den Termin für eine mündliche Verhandlung kurzfristig ab. Prima, so haben Ihre Zeugen keine Chance, sich und Ihren eigenen Ausführungen zu widersprechen. Sie selbst sollten vorsorglich bereits im Vorfeld kneifen. Lassen Sie Ihren Rechtsvertreter bei Gericht angeben, dass Sie noch im Urlaub sind. Schließlich kann man auch noch zu Hause Urlaub machen.
 53. Senden Sie jetzt unverzüglich herrliche Hundzeichnungen Ihrer Zeugen an das Gericht, und eine tolle Auflistung der Hundespaziergänge Ihrer Nachbarn, um den vermeintlichen Beweis zu führen, dass Ihre Nachbarn mehr Hunde als angegeben halten. Logik ist bei den Ausführungen nicht relevant, sondern eher hinderlich. Es ist auch vollkommen bedeutungslos, dass Ihre Zeugen nicht in der Lage sind, einen schwarz-roten Hund von einem rot-weißen zu unterscheiden.
 54. Das Gericht ist der Annahme, dass es Ihren wundervollen Antrag, auch ohne Vorliegen eines Verstoßes seitens der Nachbarn, statt geben müsste. Es droht Ihren Nachbarn wegen jeden Verstoßes gegen den Vergleich eine Geldstrafe bis zu 10 000 Euro oder ersatzweise bis zu sechs Monaten Haft an.
 55. Darauf haben Sie doch nur gewartet, jetzt halten Sie das ultimative Instrument in den Händen, um Ihre Nachbarn weiterhin tyrannisieren zu können. Damit können Sie Ihre Nachbarn nach eigenen Gutdünken ständig vor die Gerichte zerren. Sie haben somit bis an Ihr seliges Lebensende eine äußerst sinnvolle Beschäftigung. Sie wissen ja, ein bloße Behauptung Ihrerseits genügt, und schon setzt sich der Behördenapparat in Bewegung.
 56. Leider sind Ihre Nachbarn inzwischen fast schon so unverschämt wie Sie. Dieses asoziale Pack legt unverständlicherweise gegen den Bescheid und die Tatsache, dass ihm die Kosten auferlegt werden sollen, Beschwerde ein.
 57. Das Gericht weist die Beschwerde Ihrer Nachbarn als unbegründet zurück. Es ist der Meinung, dass alleine durch die Tatsache, dass Ihre Nachbarn Hunde halten, immer wieder die Möglichkeit besteht, dass sie gegen den Vergleich verstoßen. Prima, jetzt können Sie umgehend zu Ihrem Rechtanwalt laufen und einen sogenannten Bestrafungsantrag  einreichen lassen. 
 58. Bleiben Sie aber keineswegs untätig, fordern Sie umgehend das Gericht auf, möglichst schnell zu entscheiden, da Ihre Nachbarn gegen alle Punkte verstoßen und auch noch laufend Welpen haben. Besonders der letzte Punkt wird das Gericht vollends überzeugen. Ihnen kann es ja letztendlich egal sein, da falsche Behauptungen noch nie irgendwelche Folgen für Sie hatten.
 59. Kopf hoch, nicht verzagen! Sicher sehen die zuständigen Richter den Sachverhalt genauso wie Sie. Hundehalter gehören, schon alleine aufgrund der Tatsache, dass sie die unglaubliche Frechheit besitzen, überhaupt Hunde zu halten, empfindlich bestraft und am allerbesten lebenslänglich hinter Gitter, Hundehalter sind potentielle Straftäter und deshalb grundsätzlich Schwerkriminellen gleich zu setzen.
 60. Photographieren Sie Ihre Nachbarn oft und gerne, auch wenn diese das nicht wünschen und dies Ihnen untersagen. Gerade dann macht es doch am meisten Spaß!! Das wissen schon Dreijährige!
 61. Antworten Sie grundsätzlich, dass Sie das machen würden, wie Sie das wollen, punktum, vergessen Sie nicht, dabei anmutig mit dem Fuß aufzustampfen, das wird Ihre "Spielpartner“ ungemein beeindrucken.
 62. Stellen Sie sofort  nach Rechtskräftigkeit der Androhung einen Bestrafungsantrag bei Gericht, Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.
 63, Fügen Sie dem Antrag als unwiderlegbaren Beweis eine Auflistung bei, wann Sie die Nachbarn wo mit irgendwelchen Hunden gesehen haben. Dabei dürfen Sie ruhig creativ sein, erfinden Sie ganz neue Hunderassen z.B Wassersetter oder Kurzhaar Gordon Setter. 
 64. Zeichnen Sie unbedingt ein paar wunderschöne, künstlerisch äußerst wertvolle Hundeminiaturen dazu, auf denen das Fellmuster der einzelnen Hunde genau zu sehen ist. Das Gericht wird sich sicher ungemein beeindruckt zeigen.
 65. Vervielfachen Sie unbedingt die Anzahl der Hunde um ein Mehrfaches, hält Ihr Nachbarn beispielsweise drei Hunde, verfünffachen Sie diese ganz einfach.
 66. Verwenden Sie unbedingt  Ihre alten Beweise wie Inserate, die angeblich von Ihren Antragsgegnern stammen und unerlaubt kopierte HP Seiten, die zwar bereits widerlegt wurden, aber das braucht Sie nicht zu bekümmern. Schließlich sind Sie laut §1 immer im Recht, und nach § 2 tritt für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie dies einmal nicht sein sollten, automatisch §1 in Kraft.
 67. Sorgen Sie dafür, dass der Antrag so formuliert wird, dass niemand außer Ihnen, auch nicht Ihr Rechtsanwalt, versteht, was Sie nun wirklich wollen.
 68. Lustig ist es auch, wenn Sie Ihren Anwalt in ein und demselben Antrag sich widersprechende Angaben schreiben lassen. Das wird das Gericht und Ihre Antragsgegner samt Anwalt ungemein verwirren, so dass Sie mit Sicherheit noch zu Ihrem selbst gestrickten Recht  kommen werden.
 69. Vergessen Sie  zwischenzeitlich nicht, Ihre Nachbarn hin und wieder zu beleidigen, Sie haben selbstverständlich das Recht, ja geradezu die Pflicht dazu, diese unverschämten Hundehalter zu recht zuweisen, später können Sie dann getrost behaupten, es wäre umgekehrt gewesen.
 70. Sobald Sie alles in die Wege geleitet haben, fahren Sie, wie üblich, umgehend in den Urlaub, und warten dort in aller Ruhe mehrere Wochen ab, bis sich die überschwängliche Freude Ihrer Nachbarn über die sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die Sie Ihnen wieder einmal verschafft haben, etwas gelegt hat.
 71. Zeigen kurz nach Ihrer Rückkehr Ihren Nachbarn an, wegen Photographierens und  wegen Beleidigung ist besonders witzig, denn  wo käme man denn hin, wenn sich der Nachbar das selbe herausnehmen dürfte wie Sie!
 72. Die Staatsanwaltschaft stellt unverständlicherweise die Anzeige gegen Ihren Nachbarn ein? Macht nichts, denn es läuft ja noch ihr Bestrafungsantrag. 
 73. Obwohl Ihre Zeugin einen grandiosen, geradezu dramatischen Soloauftritt vor Gericht hingelegt hat, und nicht zuletzt  durch ihr ungezwungenes  Einschenken von mitgebrachten Getränken im Zuschauerraum, das Gericht nachhaltig beeindrucken konnte, weist das Gericht, für Sie leider nicht nachvollziehbar,  Ihren Antrag zurück.
 74. Da Sie ja bekanntlich immer und bei allen Gelegenheiten im Recht sind, ja geradezu das Recht für sich gepachtet haben, sollten Sie das unter keinen Umständen widerspruchslos hinnehmen, reichen Sie umgehend Beschwerde beim Landgericht ein.
 75. Lamentieren Sie im Schriftsatz darüber, dass das Gericht nicht nach Ihrer Pfeife tanzt und Ihre wundervollen, ach so glaubwürdigen Zeugen nicht gewürdigt hat.
 76. Setzen Sie gleichzeitig die gegnerischen Zeugen herab, indem Sie Ihnen Unglaubwürdigkeit bzw.  Nichtwissen ankreiden. Wer nicht stundenlang, bewaffnet mit Fernglas, Schreibblock und Stift hinter den Fenstern seines Hauses Ihren Antragsgegner auflauert, die Flecken der Hunde und die Kennzeichen möglicher Besucherautos minütiös notiert,  kann schließlich auch kein guter Zeuge sein.
 77. Nachdem Sie so erbittert um Ihre Grundrechte, um Zucht und Ordnung gekämpft haben  und Ihre hehren Ziele vorerst vollkommen vom Gericht verkannt worden sind, gönnen Sie sich etwas Gutes und fahren Sie in den Urlaub.
 78. Auf dem Campingplatz finden Sie sicher Menschen, die Ihre Einstellung teilen, und am nächtlichen Grillfeuer Ihren gesammelten Horrorgeschichten von zwei edlen  Rittern und deren ach so holden Burgfräulein, und Ihren aufopferungsvollen Kampf gegen die bösen, nachbarlichen Mächte und deren Höllenhunde, andächtig lauschen.
 79. Das Landgericht ist leider derselben Meinung wie das Amtsgericht und weist Ihre Beschwerde zurück, machen Sie einfach wie bisher weiter. Abhören, denunzieren, diskreditieren, photographieren. Irgendein Hobby braucht man ja schließlich!
 80. Vergessen Sie nicht, Ihren Nachbarn ab und an zu erzählen, dass sie schon noch sehen würden..........
 81. Schon lange rein gar nichts mehr passiert außer dem üblichen Geplänkel? Wenden Sie sich wieder einmal mehr an den Bürgermeister oder an das Ordnungsamt. Erzählen Sie dort, dass Ihre Nachbarn ihre Hecke nicht schneiden, einen Ihrer Meinung nach verbotenenen, Sichtschutzzaun haben, auch wenn dieser schon seit fünf Jahren dort steht, und außerdem durch falsch Parken den (nicht vorhandenen) Verkehr behindern würden.
 82. Da Ordnungsämter und Bürgermeister nur auf so wunderbare Informanten wie Sie warten, setzt sich der Behördenapparat sicherlich bald in Bewegung. Es leben die Zucht und die Ordnung!
 83. Ihre Nachbarn schneiden zwar entnervt die Hecke, weigern sich aber unverschämterweise den Sichtschutz, der Sie und ihre Helfershelfer in unzumutbarer Art und Weise bei Ihrer Spionagetätigkeit behindert, zu entfernen.
 84. Erholen Sie sich wieder von dem Stress und fahren Sie in den wohlverdienten Urlaub. In einer anderen Umgebung finden sich sicher auch Querolanten, die Sie, nachdem Sie Ihr Klagelied über die bösen Nachbarn vorgetragen haben, bestens beraten.
85. Schon lange nichts mehr passiert? Verstecken Sie sich, ganz in James Bond Manier, hinter Ihrer Garage oder dem Kelleraufgang und beobachten Sie stundenlang den Garten Ihrer Nachbarn.
86. Beschimpfen Sie Ihre Nachbarn, falls diese Sie entdecken, am besten in einem Dialekt, den Ihre Nachbarn sowieso  nicht verstehen.
87. Setzen Sie sich mit einem Fernglas und einer Kamera bewaffnet hinter eines Ihrer Fenster oder hinter die Terrassentüre und observieren Sie  Ihre Nachbarn, wenn sie mit den Hunden spazieren gehen.
88. Photographieren Sie  dabei jetzt wieder häufig die Nachbarn und deren Hunde, das Photoentwicklungslabor Ihres Vertrauens wird sich sicher über die vielen Aufträge freuen. So tragen Sie das Ihre zum Konjunkturaufschwung bei. 
89. Fordern Sie Ihre  Helfer auf, besonders intensiv zu spionieren. Dass weder Sie noch Ihre Spione Gesehenes folgerichtig mental verarbeiten können, sollte dabei wirklich keine Rolle spielen. Schließlich wollen Sie ja nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt, sondern nur, dass Ihre Meinung bestätigt wird. Siehe auch oben  Punkt 04.
90. Versuchen Sie aus Ihrem Dachbodenfenster  den Garten des Nachbarn zu photographieren. Achten Sie aber darauf, sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen, ansonsten müsste Ihr bewährtes Spionageteam den Verlust eines seiner besten Agenten beklagen!
91. Ihr Nachbar fordert Sie auf, das Photographieren zu unterlassen? Stellen Sie Strafanzeige wegen Beleidigung und Hausfriedensbruch, immer hin stand der Nachbar auf dem Garagenvorplatz, unerheblich ist dabei, dass dieser allen Anliegern, zu denen auch Ihr Nachbar zählt, gehört.
92. Neues Jahr, neuer Schwung! Bitten Sie Ihre Zeugen beim Finanzamt anzurufen und dort zu behaupten, Ihre Nachbarn würden eine gewerbliche Hundezucht betreiben und daraus Einkünfte erzielen. Sie haben das zwar schon vor Gericht und bei diversen anderen Behörden behauptet, aber noch nie beim Fiskus. Ihre Nachbarn werde über diese vollkommen neue Variante begeistert sein!!
93. Hält Ihr Nachbar noch andere Tiere z. B  Schafe, Ziegen, Alpakas  oder Pferde? Die Tiere leben einige Kilometer von Ihnen entfernt und Sie bekommen von deren Haltung eigentlich rein gar nichts mit? Das sollte für Sie kein Grund sein, sich mit  Ihrer  Meinung  zurück zu halten. Rufen Sie beim Veterinäramt an, benutzen Sie die "Die-armen-Tiere-dürfen-nie-ins-Freie-Masche". Wirkt zu 100% und Ihre Nachbarn dürfen sich wieder  über einen regen Meinungsaustausch mit dem Amtsveterinär freuen.
94. Vergessen Sie über all diesen Aktivitäten aber  keinesfalls die Hunde. Ein ganz  klein wenig Provozieren muss einfach sein! Bitten Sie Ihre Zeugen, das Auto mit heruntergekurbelten Fenstern, geöffneter Heckklappe und voll aufgedrehtem Autoradio auf den Garagenvorplatz zu stellen. Sobald die Hunde bellen, brüllen Sie laut "Hey" oder beschweren sich mit schriller Kleinkinderstimme. Beides führt sicher dazu, dass die Hunde sofort wieder zu bellen anfangen.
95. Vergewissern Sie sich mit Hilfe Ihrer Spione, dass Ihre Nachbarn außer Haus sind und nur die Tochter/der Sohn zu Hause ist. Bitten Sie einen Bekannten/Verwandten dort anzurufen und Unsinniges von sich zu geben. Er könnte z.B. behaupten von einem Haustierregister die Auskunft bekommen zu haben, dass die Eltern züchten. Bedienen Sie sich dabei wieder einmal mehr aus uralten Quellen aus Ihrem unerschöpflichen Archiv, die Nachbarn wird dieser kleine Telefonstreich sicher freuen.
96. Es ist schon unendlich viel Zeit vergangen, Ihre bösartigen Nachbarn wohnen immer noch da und halten auch weiterhin noch Hunde. Besorgen Sie sich eine handliche  Hupe und setzen Sie diese im Schutz Ihrer fast heruntergelassenen Rollos fleißig ein. Irgendwie muss man die blöden Hunde doch zum Bellen animieren. 
97. Wenn die Hunde daraufhin richtig ausflippen, kann man getrost noch einen draufsetzen, Laute Rufe wie "hehe" oder ein paar Beleidigungen sorgen für die nötige Abwechslung.
98. Achten Sie dabei darauf, diese liebenswerten Tätigkeiten besonders dann aus zu üben, wenn Ihr(e) NachbarIn alleine zu Hause ist, so haben Sie keine gegnerischen Zeugen für Ihre neckischen Spielchen.
99. Nun wird es aber für Sie allerhöchste Zeit, sich wieder einmal von Ihren bitterbösen Nachbarn zu erholen. Suchen Sie sich ein nettes Fleckchen aus, bleiben Sie dort drei - vier Wochen und vergessen Sie keinesfalls, sich ein paar neue Streiche auszudenken. Ihre Nachbarn werden diese nach Ihrer Rückkehr sicherlich dementsprechend zu würdigen wissen. 
100. Wieder zurück, machen Sie einfach weiter wie bisher, falls Ihnen inzwischen doch nichts Neues eingefallen ist. Ihre Nachbarn sind sicher dankbar, wieder etwas zu tun zu haben. Und sei es nur, Sie bei der Ausübung  Ihres heroischen Dienstes für Recht und Ordnung zu beobachten.
101. Ihre Nachbarn haben  noch immer nicht herausgefunden, womit Sie nun die Hunde an den Zaun locken und zum Bellen bringen? Das ist auch gut so, nun können Sie absolut beruhigt weitermachen.....
102. Wenn noch immer noch nichts passiert ist, versuchen Sie doch den Bürgermeister, besonders dann, wenn er noch nicht lange im Amt ist, mit ihren Lügenmärchen zu überzeugen.

 

Wenn Sie alle aufgeführten Ratschläge befolgen, sind Sie mindestens sechzehn bis siebzehn Jahre oder auch noch länger vollkommen ausgelastet. Sollte der Nachbar sich dann als Spielverderber entpuppen und entnervt wegziehen, suchen Sie sich umgehend ein neues Opfer. Es gibt ja schließlich noch mehr Menschen, die, die Frechheit besitzen, mehrere Hunde zu halten. Zur Not tun es aber auch Zeitgenossen, die nur einen Hund besitzen, selten ihren Rasen mähen oder auch sonst nicht in Ihr ganz persönliches Weltbild von Zucht und Ordnung passen.

 

Wird fortgesetzt!!

Ihnen sind obige Ratschläge lächerlich erschienen?  Na, dann fragen Sie doch einmal unsere Nachbarn, die diese seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich anwenden!! Sollten Sie ebenfalls einen Nachbarn haben, der auch schon längere Zeit mit obigem oder ähnlichem Leitfaden arbeitet, mailen Sie uns!

Wir freuen uns über einen Erfahrungsaustausch.

Nachsatz: Mein ganz besonderer Dank gilt J.F, I.S. und natürlich nicht zu vergessen K.Sch. ohne deren unermütliches Engagement es diese Seite gar nicht geben würde!!

Ich bedanke mich in ganz besonders damit, dass ich demnächst eine eigene Homepage für meine liebenswerten Nachbarn einrichten werde, damit Ihre Verdienste um Zucht und Ordnung endlich einmal so richtig gewürdigt werden können! Oder wie wäre es mit einem Buch?

 

Übrigens und nur zur Information:

 

 

§ 186 StGB
 
Üble Nachrede

 

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

         

                                                               § 187 StGB                                                                

Verleumdung

 

Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oderin der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

 
 
                                                                                                                                                                                                         weiter zu: Urteile
 

 © 2000-2015 Silvia Gabler