Pflege im Alter

 

  

Sie sollten das Fell Ihres Hundes stets gut pflegen, damit er sich gesund und wohl fühlt. Durch das Bürsten wird seine Haut gut durchblutet, sein Fell glänzt und langes Haar verfilzt nicht. Die Fellpflege ist auch eine gute Gelegenheit, um Haarkleid und Haut Ihres Vierbeiners auf Haarausfall, Wunden, Reizungen, Flohbefall und andere Parasiten zu kontrollieren.

 

Sie sollten den gesamten Körper Ihres Hundes auf Geschwüre und Hautprobleme hin untersuchen. Viele Hunde fortgeschrittenen Alters leiden an Warzen und gutartigen Fettgeschwülsten. Diese bereiten im Allgemeinen keine besonderen Probleme, außer wenn sie an Stellen auftreten, an denen sie andere Körperteile und –funktionen behindern (z.B. an den Augenlidern), zu Verletzungen führen können oder dem Hund auf andere Weise unangenehm sind.

 

Sicherheitshalber sollten Sie aber bei allen ungewöhnlichen Schwellungen (insbesondere bei schnell wachsenden) umgehend den Tierarzt aufsuchen. Falls eine Operation notwendig ist, sollte diese möglichst frühzeitig vorgenommen werden, da mit zunehmendem Lebensalter leider auch das Narkoserisiko steigt.

 

Außerdem bedürfen  die Krallen Ihres Hundes der regelmäßigen Untersuchung. Sie könnten schnell zu lang werden, wenn er sich nicht mehr so viel bewegt wie früher oder vorwiegend auf weichem Untergrund läuft. Achten Sie besonders auf die so genannten Wolfskrallen, die in einigen Fällen kreisförmig in das Nagelbett einwachsen, was große Schmerzen verursacht. Sie können Ihrem Hund die Krallen selbst schneiden. Wenn Sie jedoch mit diesem Vorgang nicht vertraut sind, überlassen Sie es lieber dem Tierarzt oder einer Fachkraft in einem Hundesalon. Besonders bei schwarzen Krallen ist Vorsicht geboten, denn die Blutadern lassen sich kaum oder auch gar nicht erkennen, weiße oder helle Krallen sind dagegen fast risikolos selbst zu schneiden. Machen Sie Ihren Hund bereits als Welpen mit allen zur Körperpflege gehörenden Maßnahmen vertraut. Ein alter Hund, der Körperpflege nicht in allen Punkten kennt, wird sich in der Regel widersetzen, und unnötig in eine ungesunde Stresssituation geraten.

 

Weiterhin sollten Sie regelmäßig Zähne und Zahnfleisch Ihres Hundes untersuchen. Braune Zahnbeläge führen zu schlechtem Atem, Zahnfleischerkrankungen und -infektionen und letztlich auch zum Zahnverlust. Der Tierarzt kann Zahnstein und lockere Zähne entfernen. Hierfür ist allerdings fast immer eine Vollnarkose notwendig. Aufwendiger Eingriffe im Zahn- und Kieferbereich sollten Sie lieber einen Spezialisten für Zahnerkrankungen überlassen.

 

Zahnfleischerkrankungen können Sie vorbeugen, indem Sie Ihrem Hund stets auch harte Nahrungsbestandteile geben. Außerdem können Sie Ihrem Hund die Zähne putzen - verwenden Sie hierzu eine spezielle Hunde-Zahnbürste und Hunde-Zahnpasta.

Besondere Aufmerksamkeit ist auch auf die Augen zu richten. Sollten diese zum vermehrten Tränen neigen, hilft oft vorsichtiges Auswischen mit einem Wattebausch, der in Kamillenabsud getaucht wurde. Trübungen der Linsen oder dauerhaft gerötete Augen sollten vom Tierarzt untersucht werden. Unter Umständen leidet Ihr Hund an grauem oder grünen Star (siehe auch unter "Gesundheit" bei Augenerkrankungen) Gegebenenfalls sollten Sie eine Augenspezialisten für Kleintiere aufsuchen.

 

Auch die Ohren sollten häufiger als früher einer genauen Kontrolle unterzogen werden. Verschleppte Entzündungen können bei sowieso abnehmenden Hörvermögen schnell zum  gesamten irreversiblen Verlust des Gehörs führen.

 

 

                                                                                                                                                                weiter zum Tierarzt

 

 

© Silvia Gabler 2005-2015