Generelles

 

  

Wie auch wir Menschen, so werden Hunde laut Statistik im Durchschnitt  immer älter. Einerseits ist dies durchaus positiv zu sehen, andererseits zwingt uns diese Tatsache, sich auch als Hundehalter mit dem Altern und dessen Begleiterscheinungen intensiv auseinander zu setzen. In einer Gesellschaft in der Alter und Lebensende gerne erfolgreich verdrängt werden, indem wir ältere, gebrechliche Menschen ins Altersheim verbannen und vergeblich auf ewige Jugend hoffen, haben  auch alte und älter werdende Tiere einen schweren Stand. Zumal  natürlich, bedingt durch die viel kürzere Lebenserwartung,  der Alterungsprozess beim Hund wesentlich schneller als beim Menschen verläuft.

 

Wie auch bei uns Menschen gibt es für das Altern und das Verhalten im Alter keine allgemeingültigen Gesetzesmäßigkeiten. Während manche Hunde im Alter besonders liebenswürdig, menschenfreundlich, nachsichtig und duldsam werden, entwickeln sich andere entgegengesetzt. Es liegt nun an uns als Hundehalter, bestimmte Eigenarten  zu tolerieren, zu akzeptieren, oder falls nötig, vorsichtig in akzeptable Bahnen zu lenken.

 

Der Alterungsprozess verläuft in der Regel schleichend und tritt bei unseren Settern spätestens mit acht Jahren ein.

 

Für Pflege und Behandlung im Alter gilt, gehen Sie mit Ihrem in die Jahre gekommen Hund genauso geduldig und liebvoll um, wie Sie selbst in Ihren letzten Lebensjahren durch Familie oder auch Pflegepersonal behandelt werden möchten. Alter an und für sich ist keine Krankheit, auch wenn  mit zunehmenden Lebensjahren, Erkrankungen verstärkt auftreten können.

 

Alter und/oder Krankheiten, die mit Medikamenten leicht in den Griff zu bekommen sind, sollten  und dürfen niemals ein Grund dafür sein, das Tier ins Tierheim abzuschieben oder gar einschläfern zu lassen.

 

Für einen alten Hund ist es wesentlich dramatischer als für einen jungen, plötzlich sein angestammtes zu Hause zu verlieren. Die Umstellung, im Tierheim einer unter vielen zu sein, keine persönliche Bezugsperson mehr zu haben, sein neues Zuhause mit anderen teilen zu müssen, kann beim Hund zu schweren seelischen Störungen, bis hin zur vorzeitigen Aufgabe und plötzlichem Tod führen. Dieses Phänomen können wir nicht zuletzt bei alten Menschen beobachten, die gegen Ihren Willen ins Alters-oder Pflegeheim eingewiesen werden. Auch wenn der Hund sich doch mit der Situation abfinden sollte, so hat er nur verschwindend geringe Chancen, weitervermittelt zu werden.

 

Selbst wenn es Ihnen aus gesundheitlichen oder anderen schwerwiegenden Gründen unmöglich sein sollte,  Ihren (alten) Hund weiterhin zu behalten, können Sie durch entsprechende Verfügungen auch  für den Fall des Todes, der einen auch bekanntlich in relativ jungen Jahren ereilen kann, dazu beitragen, dass Ihr (alter) Hund weiterhin bei ihm vertrauten Menschen oder in einer liebevollen Pflegestelle die restlichen  Jahres seines Lebens in Würde und Frieden verbringen kann.

 

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© Silvia Gabler 2005-2008