Futter

 

  

Da Ihr Hund mit zunehmendem Alter auch träger wird, verbraucht er weniger Energie. Damit er dennoch sein optimales Gewicht hält, werden Sie möglicherweise seine Futtermenge reduzieren müssen. Dies ist wichtig, da Fettleibigkeit bei älteren Hunden Herz und Lungen sowie Muskeln und Gelenke stark belastet. Fettleibige Hunde haben außerdem eine niedrigere Lebenserwartung.

 

Weil wir Zweibeiner in der Regel  dazu neigen, unsere Hunde unkritisch zu betrachten, sollte im  Alter unser Vierbeiner häufiger gewogen werden. Aufzeichnungen helfen Halter und gegebenenfalls auch Veterinär, übermäßige Zunahme, auffällige Abnahme oder auch extreme Gewichtschwankungen zuverlässig zu erkennen. Da das Wiegen unsere Setter sich nicht so einfach gestaltet, wie das Wiegen eines Kleinhundes, empfiehlt es sich, den Hund bei jedem Tierarztbesuch routinemäßig zu wiegen oder wiegen zu lassen und das jeweilige Gewicht auch schriftlich festzuhalten.

Ernährungsumstellungen auf Diätfutter oder auch kleinere Portionen sollten immer schrittweise erfolgen. Radikalkuren sind keineswegs zu empfehlen. Sollte Ihr Hund unter erheblichem Übergewicht leiden, sollten Sie die erforderlichen Maßnahmen mit Ihrem Veterinär absprechen und Ihren Hund regelmäßig zu Kontrollen in der Tierarztpraxis vorstellen.

Allgemein sollten Sie jetzt den Fleischanteil im Futter senken und durch tierische Milchprodukte ersetzen. Falls Ihr Hund häufig unter Verschleimung leidet, ist jedoch Vorsicht geboten, da Milchprodukte diese  noch fördern.

 

Sollte Ihr Hund unter Gelenkbeschwerden leiden, können Sie dem Futter Zusatzpräparate, mit dem Extrakt der grünen Lippmuschel oder auch Mittel, die Teufelskralle enthalten, zufügen.

 

Mäkelige Fresser lassen sich meist durch gekochte Geflügelprodukte  oder die Zugabe derselben zum üblichen Futter zum Fressen animieren.

 

Ich persönlich lehne die reine Fütterung von Trockenfutter ab. Ich habe auch in der Vergangenheit feststellen müssen, dass gerade diese Futtermittel zu Übergewicht führen können, weil man als Zweibeiner, ehrlicherweise zugegeben, doch häufig dazu neigt, den Fressnapf bis zum Rand zu füllen. Kleiner Trick am Rande: überlisten Sie sich selbst und Ihren Hund, indem Sie einen kleineren Fressnapf benutzen.

 

Revitalisierend wirkt nicht nur beim alten Hund auch eine Frühjahrskur mit frischen Löwenzahnstengeln (maximal 10 pro Tag) über vier bis sechs Wochen, sowie eine Trinkkur mit Tee aus frischen, jungen Brennnesselblättern über vier Wochen hinweg. Beides wird von den meisten Hunden gerne aufgenommen. Alternativ besteht die Möglichkeit das homöopathische Mittel Taraxacum D6 oder D12 in Tabletten oder Globuliform dreimal täglich zu verabreichen. Auch hömopathische Kombipräperate wie z.B. Derivatio H von  Pflüger leisten- kurmäßig mindestens sechs Wochen verabreicht, gute Dienste.

 

                                                                                                                                                                   weiter zur Pflege 

 

 

 

Quellenangabe

  

Das Photo auf dieser Seite zeigt die 12-jährige Gordon Setter Hündin Hyra und wurde freundlicherweise von Melanie Schöler  zur Verfügung gestellt.

 

 
 
© Silvia Gabler 2005-2015