Allen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann

 

 

Vom alltäglichen Stress mit den Reaktionen der lieben Mitmenschen.

 

 

Der Hund ist im Garten, der Nachbar beschwert sich über zu lautes, zu häufiges Bellen.                                                                                                  

Sie lassen ihren Hund im Haus, prompt wird ihnen tierschutzwidrige Haltung vorgeworfen und Sie werden aufgefordert, den Hund häufiger nach Draußen zu lassen.

 

Sie gehen mit dem unangeleinten Hund spazieren. Passanten und andere Hundehalter fordern Sie auf, Ihre "Bestie" unverzüglich anzuleinen.

 

Sie laufen mit dem angeleinten Hund. Passanten und Hundehalter fragen Sie spitz, ob ihr Hund wohl bissig ist und ob Sie ihren Hund nicht die Freiheit ohne Leine gewähren wollen.

 

Sie lassen ihren Hund auf Feldern und im Wald von der Leine. Der Jäger droht Ihnen daraufhin, ihren Hund beim nächsten Mal zu erschießen.

 

Sie nehmen Rücksicht auf das Wild und lassen ihren Hund nur an der langen Leine laufen. Nachbarn erklären ihnen, dass ihnen ihr Hund Leid täte, denn Hunde müssten frei laufen.

 

Sie ermöglichen ihren Hund, andere Hunde zu beschnüffeln. Die jeweiligen Hundehalter reagieren pikiert und fordern Sie auf, ihren aggressiven Hund sofort weg zu nehmen.

 

Sie unterbinden den Kontakt zu anderen Hunden, prompt werden Sie aufgefordert, Ihren Hund von der Leine zu lassen, damit er mit den anderen Hunden spielen kann.

 

Ihr Hund rennt freudig auf Passanten zu und springt sie voller Übermut an. Man droht Ihnen mit Anzeige und spricht von einem aggressiven Angriff.

 

Selbstverständlich reagieren Sie darauf, halten den Hund in Zukunft an der Leine, lassen ihn absitzen und die Fußgänger passieren. Statt der erwarteten positiven Reaktion gibt es spitze Bemerkungen, von wegen der Hund hätte wohl Angst oder wäre aggressiv.

 

Sie halten mehrere Hunde. Nachbarn und andere liebe Mitmenschen erklären Ihnen, dass das erstens eine Zumutung für andere wäre und man in der heutigen Zeit höchstens noch einen Hund halten dürfte, wenn überhaupt.

 

Sie richten sich danach. Prompt bekommen Sie Vorwürfe, das Halten nur eines Hundes wäre nicht artgerecht, Ihr Hund sollte noch mindestens einen Artgenossen haben.

 

 

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© 2002- 2008 Silvia Gabler